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Samstag, 26. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial TV-Vorschau für Samstag, 26. Juni 2010

Liebe Freunde,
bitte entschuldigen Sie, dass die angekündigten Artikel in der vergangenen Woche zum Teil ausgeblieben sind. Wegen eines tragischen Todesfalls in der Familie ist derzeit nur ein eingeschränkter Output möglich. Wir hoffen allerdings, in den nächsten Tagen in der Lage zu sein, zur gewohnten Bearbeitung der Website zurückzukehren.
Ihnen wünschen wir ein schönes und sonniges Wochenende.
Etta



Samstag, 26. Juni 2010 um 17 Uhr 00 auf 3sat:
vivo: Über 40 - Windelnwechseln vor der Menopause?
Magazin, Moderation Annabelle Mandeng

Viele Frauen bekommen ihr erstes Kind heute zwischen 30 und 40, vor zehn Jahren lag das Durchschnittsalter noch bei 25 Jahren. Was bewegt Menschen, gewissermaßen "in letzter Sekunde" eine Familie zu gründen? Ist es der Wunsch, im Kind weiterzuleben, oder der Drang, sich im ..

Samstag, 26. Juni 2010 um 18 Uhr 00 auf Phoenix:
Leben mit Göttern und Geistern - Das westafrikanische Benin
Dokumentation D 2009, Film von Peter Schreiber



Benin gilt als Wiege des Voodookults. Mit den Sklavenschiffen kamen die Rituale um Götter und Geister nach Südamerika, mit den freigelassenen Sklaven wieder zurück nach Westafrika. Heute ist Voodoo in Benin Staatsreligion, weiter verbreitet als Christentum und Islam.
Ein Voodoo-Priester erklärt die Zeremonien und widerlegt dabei Vorurteile und Klischees, die dem Kult immer noch anhängen. Zurückgekehrte Sklaven sind stolz auf ihre brasilianischen Nachnamen und tanzen die afrikanische Version von Samba und Bossa Nova. Traditionelle Könige haben ihre weltliche Macht längst aufgeben müssen, sind aber nach wie vor Respektspersonen mit großem Einfluss. Ein königlicher Prinz ist heute Bürgermeister der Stadt Abomey, wechselt flott zwischen Nadelstreifenanzug und traditionellem Gewand. Die Reportage liefert Einblicke in den Alltag in Ganvié, der größten Pfahlbausiedlung Afrikas und vermittelt, wie man sich als Gast bei den Sombas in ihren Lehmburgen fühlt.


Samstag, 26. Juni 2010 um  18 Uhr 45 auf Phoenix:
Westafrika - Der Fluch des Goldes
Dokumentation D 2009, Film von Rolf Pflücke und Kurt Moser


Jedes Jahr zu Beginn der Trockenzeit ziehen sie zu Tausenden in die wilden Goldminen. Bauern aus der Savanne, Arbeitslose aus den Städten. Der blanke Hunger treibt sie, denn die Preise für Nahrungsmittel sind in Afrika explodiert.
Ein Sack Mais kostet in Burkina Faso rund 30 Euro. Salif Kimdó (35) hat ein Stück Land gepachtet, dessen Boden er nun mit seinen Leuten durchwühlt. Nach wochenlanger Arbeit stoßen sie in 20 Meter Tiefe auf eine dünne Steinschicht: Gold! Sie sind wie von einem Fieber gepackt. Die Ausbeute an Goldstaub ist zwar gering; doch mit dem Erlös kann Salif ein paar Hektar Ackerland kaufen und sich und seiner Familie das Leben sichern.
Nicht alle haben soviel Glück wie er. In einer nahen Mine sterben 34 Männer, als ein Gewitterregen ihr Goldloch unter Wasser setzt. Der Tod kommt schnell in der Savanne. Rolf Pflücke und Kurt Moser schildern in ihrer Reportage das harte Leben der Goldsucher. Den Alltag in den Camps, die trügerischen Hoffnungen vieler und das Los der Kinder und Frauen, die hart Anpacken müssen. Ein Stammes-König, der mit seinem "Hofstaat" in der Savanne lebt, verflucht den Goldrausch, weil er nur Unglück über sein Land bringe.


Samstag, 26. Juni 2010 um 19 Uhr 15 auf Phoenix:
Armes, reiches Ghana - Unterwegs an Afrikas Goldküste
Dokumentation D, Film von Werner Zeppenfeld

 Die „Black Stars“ aus Ghana haben sich wieder mal was vorgenommen: am 23. Juni wollen sie den Favoriten Deutschland in die Knie zwingen – im Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Südafrika. Drei Tage vorher lädt Phoenix zu einer filmischen Entdeckungsreise quer durch Ghana ein. Der westafrikanische Vorzeigestaat hat schließlich noch weit mehr zu bieten als Weltklasse-Fußballer…
Die Europäer nannten den Landstrich am Atlantik einst die „Goldküste“: Mit Sklaven und Edelmetall machten die Kolonialherren hier Reichtümer. Auch heute noch wird in Ghana das Gold der Ashanti-Könige gebrochen. Im Städtchen Obuasi bohren und sprengen sich Bergarbeiter tausend Meter tief durchs Gestein, beuten eine der reichsten Minen der Welt aus.
Kehrseite der Medaille: an der Oberfläche lassen abertausende von illegalen Schürfern überall in Ghanas Goldgürtel wahre Kraterlandschaften zurück…
Das „braune Gold“ des ländlichen Ghana ist der Kakao: der Staat ist ein weltweit führender Exporteur des Rohstoffs, aus dem süße Versuchungen werden. Und neuerdings macht noch das „schwarze Gold“ dem alten Namen der Küste Ehre: Draußen im Atlantik ist Öl gefunden worden. Ob das die Menschen in dem armen afrikanischen Land endlich reich macht, steht allerdings dahin.



Samstag, 26. Juni 2010 um 22 Uhr 30 auf Phoenix:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: (1) Eine Geschichte Südafrikas
3-teil. Doku. D 2009, Film von Judith Voelker und Christel Fromm

1488 umfährt der Portugiese Bartolomeu Diaz als erster Europäer bei heftigem Unwetter die Südspitze Afrikas. "Kap der Stürme" nennt er die Felsenzunge mit den gefürchteten Klippen. Es ist die Stelle, an der Atlantik und Indischer Ozean, arktische und tropische Strömung aufeinander treffen. Dem portugiesischen König aber klingt der Name nicht optimistisch genug. "Kap der guten Hoffnung" soll es heißen, denn der König hegt die berechtigte Erwartung, dass nun der Seeweg nach Indien geöffnet ist.

Südafrika - das ist ein Land von extremen Kontrasten und oftmals schmerzhaften Widersprüchen. Kaum ein anderer Staat besitzt solche Reichtümer: an Bodenschätzen, an grandiosen Naturwundern in einer unberührten Wildnis und nicht zuletzt an einer lebendigen Kultur. Doch Südafrika ist wie kaum ein anderes Land auch der Schauplatz von gewaltsamen Konflikten. Für Jahrhunderte kämpften hier die verschiedenen Völker um Land, Macht und Freiheit. Erst seit dem Ende der Apartheid gibt es Grund zur Hoffnung auf ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben. Die Dokumentation "Kap der Stürme - Land der Hoffnung" zeichnet den Weg Südafrikas von der ersten Besiedlung bis in die Gegenwart nach. Der Film konzentriert sich dabei auf wegweisende Epochen und Wendepunkte der südafrikanischen Geschichte, erzählerisch angeordnet an den Lebenswegen historisch dokumentierter Personen.

Das erste Kapitel behandelt die Ankunft der Europäer im 17. Jahrhundert, das Leben der Ureinwohner in Südafrika und die ersten Kontakte der ungleichen Kulturen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Krotoa, eine Frau aus dem Stamm der Khoi Khoi. Als die Holländer 1652 den ersten Stützpunkt am Kap errichten, tritt sie in den Haushalt des Kommandeurs ein. Von nun an wird Krotoa eine zentrale Rolle in den Beziehungen zwischen Holländern und Khoi Khoi spielen. Als Dolmetscherin des Kommandeurs steht sie mit allen wichtigen Personen ihrer Zeit, Schwarzen und Weißen, in Kontakt.


FOTOS: DANKE!
Header: A vegetableseller in Kumasi, Ghana / ZSM / GNU_Free Documentation License / Wikimedia Commons
Benin: Phoenix
Westafrika, Gold: PHOENIX/ SWR/ Rolf Pflücke
Ghana: PHOENIX/SWR
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Sonntag, 20. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial-TV-Vorschau für Sonntag 20. Juni 2010




Sonntag, 20. Juni 2010 um 15 Uhr 15 im NDR:
Die Welt op Platt
Plattdeutsches Reisemagazin mit Julia Westlake und Yared Dibaba
Wh. um 02 Uhr 40 (Montag)



Sonntag, 20. Juni 2010 um 16 Uhr 55 auf 3sat:
Quer durch Afrika - (2/4) von Kairo nach Kapstadt
Dokumentation D 2006, Film von Stefan Schaaf

Reporter Stefan Schaaf ist über 10.000 Kilometer von Kairo nach Kapstadt gereist, hat Taxis genommen oder klapprige Busse benutzt, alte Fähren und abenteuerliche Züge. Dabei ist er mit Fahrern und Passagieren in Kontakt gekommen und hat mit ihnen über ihren Alltag, über Vorurteile, ihre Träume gesprochen. So verschieden sie und ihre Heimatländer auch sein mögen, in einem waren sich alle einig: "Wir sind stolz darauf, Afrikaner zu sein".
Stefan Schaafs vierteilige Reisereportage "Quer durch Afrika" zeigt den Kontinent abseits der meist negativen Schlagzeilen. Im zweiten Teil durchquert Stefan Schaaf Äthiopien und Somalia. "Zeigt doch einmal, welche Hochkultur wir hervorgebracht haben und wie fruchtbar unser Land ist", sagt in Äthiopien etwa der koptische Priester Haile Taye. "Nicht umsonst nennen wir Äthiopien den Wasserturm Afrikas." Denn bei Äthiopien denkt man eigentlich nur an wiederkehrende Hungersnöte. Im Norden Somalias erlebt Stefan Schaaf eine Überraschung: Er isst dort hervorragenden Spaghetti, die sich als Grundnahrungsmittel noch aus der italienischen Kolonialzeit gehalten haben.



Sonntag, 20. Juni 2010 um 18 Uhr 30 im ZDF:
Zahn um Zahn - Der Kampf um Afrikas Elfenbein
Dokumentation D 2010, Film von Jörg Brase


"Solange es Menschen gibt, die Elfenbein kaufen, wird es solche Märkte geben. Und solange es solche Märkte gibt, werden weiter Elefanten getötet." Das sagt Cosma Wilungula, Chef der kongolesischen Naturschutzbehörde. Er steht auf einem offenen Elfenbeinmarkt in Kinshasa und er muss hilflos mit ansehen, wie dort das Elfenbein von rund 150 Elefanten zum Kauf angeboten wird. Seine Regierung hat andere Sorgen als tote Elefanten. Von ihr wird er keine Unterstützung bekommen, um die Tiere in seinem Land zu schützen.
Das ist die Realität in der Demokratischen Republik Kongo, wo nur noch ein paar hundert Elefanten den jahrelangen Bürgerkrieg überlebt haben. Wo Armee und Rebellen Elefanten ungehindert töten, mit dem Elfenbein ihren Kampf finanzieren, das Fleisch als Proviant lagern. Ähnlich sieht es in anderen Ländern West- und Zentralafrikas aus.

Bis zu 30.000 Elefanten werden nach Schätzungen von Experten jedes Jahr in Afrika von Wilderern getötet. Verantwortlich sei die steigende Nachfrage aus China und Japan. Moderner Elfenbeinschmuggel, sagt ein kenianischer Fahnder, ist genauso organisiert wie Drogenschmuggel. Kartelle verschieben die Stoßzähne rund um die Welt. Mit unterschiedlichem Erfolg versuchen die Elefanten-Staaten Afrikas gegen die Wilderei vorzugehen.
Drei Monate lang reisten ZDF-Afrika-Korrespondent Jörg Brase und sein Team durch Kenia, Tansania und die Demokratische Republik Kongo. Sie gingen mit kenianischen Wildhütern auf Streife, sahen riesige Elfenbeinlager, besuchten die Elefanten-Passage in Kilimandscharo-West in Tansania, sprachen mit Bauern, deren Felder von Elefanten zerstört wurden, trafen Wilderer und Wildhüter im Kongo.
Der Film zeigt den verzweifelten Kampf gegen die Elfenbeinwilderei, die Probleme, aber auch Lösungsansätze, um den Kampf um Afrikas Elfenbein vielleicht doch noch zu gewinnen.



Sonntag, 20. Juni 2010 um 19 Uhr 40 auf 3sat:
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Die flüsternden Felsen der Kalahari - Tsodilo,Botswana
Dokumentation, Film von Faranak und Rüdiger Lorenz


Vier Hügel dominieren eine riesige Ebene am nordwestlichen Rand der Kalahariwüste in Botswana. Im Umkreis von 150 Kilometern gibt es nichts außer einer endlosen, flachen Buschsavanne. Fast wie eine verwitterte, 400 Meter hohe Pyramide überragt der höchste Felsgipfel seine Umgebung. Noch heute ist er für die Buschleute ein heiliger Ort: Tsodilo - der Fels, der flüstert. Auf und um den Tsodilo gibt es über 4.000 Felszeichnungen, die 2001 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Auf diesen zum Teil über 20.000 Jahre alten Zeichnungen stehen Menschen, vor allem aber Tiere wie Giraffen, Elefanten und Antilopen im Mittelpunkt.

Video und Infos: www.schaetze-der-welt.de



Sonntag, 20. Juni 2010 um 20 Uhr 00 auf Phoenix:
Schätze der Welt - Erbe der Menschheit: Aksum - Von Ruhm der Könige, Äthiopien
Dokumentation, Film von Rüdiger Lorenz

Die ersten Aufzeichnungen, in denen Aksum erwähnt wird, sind etwa 4.700 Jahre alt. In den Hieroglyphen ist von Weihrauch, Myrrhe und Elfenbein zu lesen. Aksum bedeutet "Der Brunnen der Fürsten". Einwanderer aus dem südarabischen Raum gründeten den Ort an der Kreuzung wichtiger Handelswege zwischen Indien, Afrika und dem Mittelmeer. Er ist der historische und religiöse Mittelpunkt Äthiopiens.


Sonntag, 20. Juni 2010 um 20 Uhr 15 im WDR:
Tatort/ Köln: Blutdiamanten
Fernsehkrimi D

Den feierlichen Empfang zu seinem Firmenjubiläum hatte sich der Juwelier Karl De Mestre anders vorgestellt. Das stilvolle Fest für die bessere Gesellschaft von Köln wird von Globalisierungsgegnern der Aktivistengruppe "Underworld" gestört... [mehr]


Sonntag, 20. Juni 2010 um 21 Uhr 15 im BR:
Faszination Wissen: Kampf um den Müll - wie recycelbar ist unsere Welt? 
Dokumentation, Moderation: Iska Schreglmann



Sonntag, 20. Juni 2010 um 21 Uhr 45 auf Phoenix:
Armes, reiches Ghana
Dokumentation D 2010, Film von Werner Zeppenfeld, ARD-Studio Nairobi
Armes reiches Ghana

Die „Black Stars“ aus Ghana haben sich wieder mal was vorgenommen: am 23. Juni wollen sie den Favoriten Deutschland in die Knie zwingen – im Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Südafrika. Drei Tage vorher lädt Phoenix zu einer filmischen Entdeckungsreise quer durch Ghana ein. Der westafrikanische Vorzeigestaat hat schließlich noch weit mehr zu bieten als Weltklasse-Fußballer…Die Europäer nannten den Landstrich am Atlantik einst die „Goldküste“: Mit Sklaven und Edelmetall machten die Kolonialherren hier Reichtümer. Auch heute noch wird in Ghana das Gold der Ashanti-Könige gebrochen. Im Städtchen Obuasi bohren und sprengen sich Bergarbeiter tausend Meter tief durchs Gestein, beuten eine der reichsten Minen der Welt aus. Kehrseite der Medaille: an der Oberfläche lassen abertausende von illegalen Schürfern überall in Ghanas Goldgürtel wahre Kraterlandschaften zurück…Das „braune Gold“ des ländlichen Ghana ist der Kakao: der Staat ist ein weltweit führender Exporteur des Rohstoffs, aus dem süße Versuchungen werden. Und neuerdings macht noch das „schwarze Gold“ dem alten Namen der Küste Ehre: Draußen im Atlantik ist Öl gefunden worden. Ob das die Menschen in dem armen afrikanischen Land endlich reich macht, steht allerdings dahin.


Sonntag, 20. Juni 2010 um 22 Uhr 00 auf ProSieben:
Gothica
Spielfilm USA 2003 mit Halle Berry
Wh. um 03 Uhr 05 (Montag)



Sonntag, 20. Juni 2010 um 23 Uhr 35 im BR:
Congo River
Dokumentarfilm, B/F 2005, Regie Thierry Michel


Über 4000 Kilometer von der Mündung bis zum Ursprung fließt der Kongo durch Afrika. Eindringlich, aber ohne jeden Voyeurismus oder gar exotischer Romantik zeigt Regisseur Thierry Michel das Leben am und mit dem Fluss, taucht in die Geschichte der Völker ein und schildert das (Über-)Leben der Menschen heute. [mehr]


PHOTOS: DANKE!
Armes reiches Ghana: Goldsucher, Schlammdigger von Prestea/Phoenix,SWR
Header und Congo River: Onlinepublikation BR
Zahn um Zahn: Photo courtesy of GeekPhilosopher.com

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Freitag, 18. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial-TV-Vorschau für Freitag, 18. Juni 2010




Freitag, 18. Juni 2010 um 15 Uhr 30 im BR:
Die Tierärzte vom Kilimanjaro: (1) Eine Farm in Afrika
3-teilige Doku-Soap



Freitag, 18. Juni 2010 um 16 Uhr 55 auf ARTE:
Unterwegs im Süden Afrikas: (5) Namibia
Dokumentation D 2009, Regie: Eberhard Rühle


Südafrika ist Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Damit findet dieses Turnier zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Filmemacher Wilma Pradetto und Eberhard Rühle haben sich im südlichen Afrika umgesehen und zeigen in ihrer fünfteiligen Dokumentationsreihe den Alltag der Menschen in den drei Nachbarländern Südafrika, Botsuana und Namibia. Die letzte Etappe der fünfteiligen Reise durch den Süden Afrikas führt durch Namibia sowohl in die Weiten der menschenleeren Kalahari- und Namib-Wüste als auch in die Hauptstadt Windhoek, Symbol für das moderne Namibia.
Im Norden der namibischen Kalahari liegt eines der letzten Rückzugsgebiete der San, der ältesten Volksgruppe Afrikas. Häuptling Kunta hat wie kaum ein anderer das traditionelle Wissen über die Heilkräfte der Pflanzen der Kalahari bewahrt. Über den Etosha Nationalpark, eines der berühmtesten und ältesten Naturreservate Afrikas, führt die Route nach Süden ins Stammland der Herero. Während Abiud Katjiueu neben dem heiligen Feuer der Ahnen meditiert, melken seine Frau Lydia und ihre Tochter die Kühe. Das Leben der Hereros hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert.
Die Hauptstadt Windhoek steht für das moderne Namibia, in dem die verschiedenen Volksgruppen des Landes heute friedlich zusammenleben. Die 34-jährige Naita Hishaono wuchs als eines von 400 Flüchtlingskindern der Widerstandsbewegung SWAPO in der DDR auf. Als 14-Jährige ging sie zurück in ihre Heimat, in ein Land, das parallel zu Deutschland eine Wende erlebte: die Unabhängigkeit von Südafrika. Sie engagiert sich für die Demokratisierung Namibias.
Von Swakopmund am Südatlantik über das Namib-Rand-Naturreservat in der Namib-Wüste geht es in die südliche Kalahari. Anschließend führt die Reise in die malerische Hafenstadt Lüderitz. Die letzte Station bietet einen spektakulären Ausblick über den Fish River Canyon, den größten Canyon Afrikas, und belohnt für die Strapazen der langen Reise. Namibia und Südafrika haben hier einen gemeinsamen Friedenspark errichtet, um dieses einzigartige Naturerbe zu erhalten.


Freitag, 18. Juni 2010 um 17 Uhr 20 im MDR:
Großwildjagd im Krügerpark - Wie ein Peace-Park im Süden Afrikas entsteht
Dokumentation D 2003, Film von Jan Carpentier



Es wird laut im Krügerpark. Die Luft riecht nach Kerosin. Motorenlärm, Kettengerassel, knappe Befehle. Jagdszenen im Busch. Die Jagd mit dem Hubschrauber ist Teil des derzeit wohl ehrgeizigsten Tierschutzprojekts Afrikas: der Zusammenschluss von drei Schutzgebieten in Südafrika, Simbabwe und Mosambik zu einem Peace Park, einem grenzübergreifenden Naturreservat von der Größe der Niederlande. Tausende Elefanten, Giraffen, Antilopen und andere Tiere werden deshalb aus dem südafrikanischen Krüger-Nationalpark in den mosambikanischen Teil des "Great Limpopo Transfrontier Parks" umgesiedelt. Dort in "Coutada 16", einem ehemaligen Jagdgebiet der Portugiesen, haben Großwildjagd und Bürgerkrieg, später dann Wilderei und Naturkatastrophen beinahe jegliches Tierleben ersterben lassen. Auch im heutigen Krügerpark gab es vor rund 100 Jahren keine Nashörner, keine Büffel mehr, nur ein paar Löwen und schätzungsweise noch zehn Elefanten. Dank des Abschussverbots und ständiger tierärztlicher Betreuung beherbergt er wieder über 10.000 Graue Riesen. Und das sind weit mehr, als er verkraften kann, denn die große Population vernichtet auf der Suche nach Nahrung buchstäblich ihren eigenen Lebensraum.

Doch wenn überall Grenzen fallen, so fragte sich nach dem Ende des Kalten Krieges der Multimillionär und Vorsitzende des WWF Südafrika, Anton Rupert, warum sollen sich dann nicht auch durch Grenzen zerschnittene Ökosysteme wieder vereinigen lassen? Seine Stiftung, die Peace Park Foundation, brachte die Fantasie von Naturschützern und Tourismusveranstaltern gleichermaßen zum Blühen. Mehr als tausend Tiere wurden im Herbst 2002 in einer weltweit einmaligen Aktion vom Krüger-Nationalpark nach Mosambik umgesiedelt. Die Vision: Wenn es mit ihnen gelingt, dem leer geschossenen Busch in "Coutada 16" wieder Leben einzuhauchen, dann werden auch naturverbundene Touristen Geld in diese gebeutelte Region bringen, so wie schon seit Jahrzehnten in den Krügerpark. Die Menschen in Mosambik haben es dringend nötig, aber noch halten sich Hoffnung und Zweifel die Waage.


Freitag, 18. Juni 2010 um 19 Uhr 30 auf ARTE:
Zebras auf Wanderschaft
Dokumentation SP 2009, Regie: Fernando González Sitges


Noch bevor sich die Gnus in Ostafrika auf ihre jährliche Wanderung begeben, machen sich riesige Zebraherden auf den Weg. Auf ihrer Reise Richtung Norden durchqueren sie die Savannenlandschaft des Masai Mara-Nationalparks und überwinden den legendären Mara-Fluss. Unterwegs lauern überall Gefahren. Dabei stellen gefährliche Raubtiere eine weniger starke Bedrohung dar als die moderne Zivilisation, die auch in dieser Region Einzug hält.
Weniger bekannt als die spektakuläre Wanderung der Gnus in Ostafrika ist der Zug der Zebras. Er beginnt noch vor der großen Migration der anderen Huftiere zum Ende der Regenzeit und führt über 300 Kilometer Richtung Norden. Zu Hunderttausenden müssen die Tiere auf ihrem ohnehin beschwerlichen Weg den legendären Mara-Fluss überwinden und vielen anderen Gefahren trotzen.
Doch weit schlimmer noch als die Risiken der langen Wanderung sind die Bedrohungen, denen die Zebras durch die moderne Zivilisation ausgesetzt sind und die das empfindliche Gleichgewicht des Ökosystems in der Savannenlandschaft des Nationalparks Masai Mara mit seiner einzigartigen Vielfalt von Flora und Fauna unaufhaltsam einem Kollaps entgegentreiben.




Freitag, 18. Juni 2010 um 23 Uhr 55 im ZDF:
Michael Jackson - King of Pop
Spurensuche mit Markus Lanz in Kalifornien 


FOTOS: DANKE!
Header: Kinder in einem Dorf in Namibia, www.bildtankstelle.de

Unterwegs im Süden Afrikas: ARTE/Looksfilm/NDR
Zebras auf Wanderschaft: ARTE F
Großwildjagd im Krügerpark: MDR

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Donnerstag, 17. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial-TV-Vorschau für Donnerstag, 17. Juni 2010




Donnerstag, 17. Juni 2010 um 14 Uhr 15 im WDR:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: Eine Geschichte Südafrikas / Folge 3: 1913 bis 2010
Ein Film von Judith Voelker und Christel Fomm

Das dritte Kapitel zeigt die Anfänge der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, das System der Apartheid und den langen Kampf um Gleichberechtigung im 20. Jahrhundert. Zentrale Figuren sind Hilda Bernstein, eine weiße Freiheitsaktivistin, und Walter Sisulu, einer der wichtigsten Führer des ANC. Hilda wächst in einer heilen westlichen Mittelklassewelt auf. Doch sie entscheidet sich mit ihrem Mann Rusty, gegen die Apartheid in Südafrika zu kämpfen. Walter Sisulu ist einer der Begründer der Jugendliga des ANC und ein enger Freund von Nelson Mandela. Nach der Verhängung des Ausnahmezustandes 1960 taucht er in den Untergrund ab. Das Schicksal der Bernsteins wie auch Walter Sisulus wird 1963 entschieden: im Rivonia-Trial. Für die Bernsteins bedeutet dies lange Jahre des Exils, für Sisulu Haft auf der Gefängnisinsel Robben Island. Doch sie alle erleben auch, wie 1990 mit der Freilassung von Nelson Mandela das System der Apartheid zu Ende geht und mit der Wahl Mandelas zum ersten schwarzen Präsidenten ein neues Zeitalter für Südafrika beginnt.



Donnerstag, 17. Juni 2010 um 15 Uhr 00 auf 3sat:
Ägypten - Leben im Schatten der Pyramiden
Dokumentation D 2010, Film von Dietmar Ossenberg

In Kairo und Umgebung gibt es über 80 Pyramiden. Die bekanntesten sind Gizeh, Sakkara und Dahshur. Millionen von Touristen besuchen jährlich die Meisterwerke pharaonischer Baukunst. Doch die Weltwunder stehen nicht isoliert in der Wüste. Um sie herum findet der ganz normale ägyptische Alltag statt. Im Schatten der Pyramiden leben hunderttausende Menschen - und dort wachsen auch die köstlichsten Datteln der Welt.
Auslandskorrespondent Dietmar Ossenberg besucht für den Film "Ägypten - Leben im Schatten der Pyramiden" unter anderem die Schlangenfängerfamilie Tolba, die diesem ungewöhnlichen Gewerbe schon seit 200 Jahren nachgeht. Er trifft die Deutsche Uta Brinckmann, die ihren Lebensabend bei Sakkara verbringen will, und den englischen Maler Hugh Sowdon, der sich in Dahshur einen kleinen Garten Eden geschaffen hat.

Donnerstag, 17. Juni 2010 um 15 Uhr 32 im MDR:
Jock - Abenteuer eines Hundes in Afrika
Spielfilm SA 1995, Regie: Danie Joubert 
 Wh. um 04 Uhr 15 (Freitag)

Delagoa-Bucht, 1886. Percy Fitzpatrick landet in dem kleinen Nest Pilgrim's Rest, um sein Glück als Goldgräber zu versuchen. Hier lernt er jede Menge Leute kennen, die er künftig immer wieder treffen wird. Auch Robbie, der gerade dabei ist, den schwächsten Hund eines Wurfes zu ertränken. Percy rettet den kleinen Welpen und nennt ihn Jock. Als Percy endlich sein erstes Nugget findet, beschließt er, Fuhrunternehmer zu werden. Jim Makokela, ein Zuen, wird sein Wagenführer und damit handelt er sich die Feindschaft des Ladenbesitzers Seedling ein. Der schlägt nicht nur wild auf Schwarze ein, sondern erfreut sich an aggressiven Kämpfen seines Pavians mit Hunden. Eines Tages stiehlt Seedling Jock, um ihn mit dem Pavian kämpfen zu lassen. Doch wider Erwarten tötet Jock den Pavian. Eine Schmach, die Seedling nicht auf sich sitzen lassen will. Er sinnt auf Rache an Percy wie an Makokela. Doch bis es soweit kommt, hat Percy das Jagen gelernt und sich in seine erste Auftraggeberin Lilian Cubitt verliebt.

Der Film entstand nach dem Tierbuchklassiker "Jock of the Bushveld", den Sir Percy Fitzpatrick nach autobiografischen Erlebnissen schrieb. Die Dreharbeiten in der Nähe von Johannesburg, in Ost- und Nordtransvaal sowie in Botswana und Mosambik dauerten 154 Tage. Aus 300 Hunden wurden Gitane und Japie für die Rolle des Jock ausgewählt und trainiert, vor allem mussten sie an ihr Herrchen Sean Gallagher in der Rolle des Percy Fitzpatrick gewöhnt werden, der auch seinerseits als Nichthundebesitzer Gewöhnungsbedarf hatte. Immerhin sind die beiden fast den ganzen Film über präsent. Neben den nicht ganz berechenbaren Titelhelden kosteten die zahlreichen wunderbaren Tieraufnahmen in freier Wildbahn die Crew jede Menge Geduld. Doch sie hat sich gelohnt, "Jock - Abenteuer eines Hundes in Afrika" ist ein zauberhafter Tier- und Abenteuerfilm, der große wie kleine Zuschauer gleichermaßen anspricht.



Donnerstag, 17. Juni 2010 um 16 Uhr 10 auf ARTE:
Nora
Tanz-Dokumentation  USa/MOsambik/GB 2008, Regie: Alla Kovgan, David Hinton
 

Familiendramen, Liebeswirren und politisches Engagement haben die Biografie der Tänzerin Nora Chipaumire geprägt. Im Tanz lässt sie ihr bewegtes Leben vor der Kulisse ihrer Kindheit und Jugend in Zimbabwe wieder auferstehen.
Die Tänzerin Nora Chipaumire wurde 1965 in Simbabwe geboren. Familiendramen, Liebeswirren und politisches Engagement haben ihren Lebensweg geprägt. Sie nutzt den Tanz, um ihre Biografie in sinnlichen, kraftvollen und poetischen Klang- und Bildabfolgen aufleben zu lassen; dabei fängt sie zugleich die Seele ihres Landes und seiner Bewohner ein. Rasch ineinanderfließenden Szenen, in denen sich Tragik und Komik wie im Traum abwechseln, erzählen in einem mitreißenden Tempo die Geschichte einer Emanzipation.
Zur Musik beigetragen hat Thomas Mapfumo, eine Legende der Musik in Simbabwe: Er gilt als Vater der Chimurenga Musik. Der Begriff Chimurenga steht in der Schona-Sprache für "Kampf" und bezeichnet heute in Simbabwe den Kampf um Menschenrechte; im Zusammenhang mit dem nationalen Befreiungskampf wurde Chimurenga zum festen Begriff.
Nora Chipaumire wurde während des zweiten Befreiungskrieges in der Geschichte Simbabwes in Mutare geboren. Die Tänzerin und Choreographin lebt heutzutage in New York. Sowohl 2007 als auch 2008 wurde sie mit einem New York Dance and Performance Award ausgezeichnet.
"Nora" erhielt auf den 55. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen die "Lobende Erwähnung der Internationalen Jury".


Donnerstag, 17. Juni 2010 um 16 Uhr 55 au ARTE:
Unterwegs im Süden Afrikas (4) Botsuana
Dokumentation D 2009, Regie: Eberhard Rühle



Südafrika ist Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Damit findet dieses Turnier zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Filmemacher Wilma Pradetto und Eberhard Rühle haben sich im südlichen Afrika umgesehen und zeigen in ihrer fünfteiligen Dokumentationsreihe den Alltag der Menschen in den drei Nachbarländern Südafrika, Botsuana und Namibia.Der vierte Teil der Reihe über den Süden des afrikanischen Kontinents stellt den Staat Botsuana mit seinen Bewohnern und Sehenswürdigkeiten vor.
Diamanten gehören zur Haupteinnahmequelle des Landes Botsuana. So beginnt die Reise in einer Diamantenfabrik der Hauptstadt Gaborone. Die 33-jährige Seeto Seile arbeitet hier als Schleiferin in einem streng abgeriegelten Sicherheitsbereich. Geht ein Stein verloren, müssen alle Arbeiter zum Röntgen. Vor den Toren Gaborones baut Lesang Magang Luxusvillen. Der smarte Unternehmer hat im Ausland studiert und gehört zur schwarzen Elite des Landes. Er möchte Botsuana zu einem Mekka für internationale Investoren machen.
Die Sängerin Maxy Sedumedi fährt zu einer Veranstaltung aufs Land. In ihren Liedern thematisiert sie die Kluft zwischen Moderne und ursprünglicher Kultur. Sie möchte den Menschen in Zeiten des Wertewandels Selbstbewusstsein und Stolz für ihre Herkunft vermitteln. Die Macht der Tradition in Botsuana verkörpert der Chief Bana Lenchwle. Er ist Stammesoberhaupt und Bürgermeister der Kleinstadt Mochudi. Bei seinen Stammesversammlungen geht es höchst demokratisch zu. Es wird heiß diskutiert und jeder kommt zu Wort. Am Rande Mochudis kümmert sich Khutsafalo Kgotlhang um aidskranke Waisen. Sie ist selbst HIV-infiziert. Neu entwickelte Medikamente haben ihr Leben gerettet. In Botsuana werden Aidsmedikamente kostenlos vergeben.
In nordwestlicher Richtung liegt Serowe. Von hier stammt Seretse Khama, der erste demokratisch gewählte Präsident Botsuanas. Über den Nashorn-Park bei Serowe geht es nach Orapa, in die erste Diamantenmine des Landes. Mit der Erschließung begann in den 60er Jahren eine Epoche des Wohlstands in Botsuana. Masego Keleadile arbeitet hier als Logistikspezialistin und ist mit ihrem hoch qualifizierten Job für viele junge Frauen im Land ein Vorbild.
Die letzte Etappe durch Botsuana führt ins berühmte Okavango-Delta. Die Biologin Kelebogile Mfundisi erforscht und sammelt Daten für den Landschaftsschutz. Der Staat setzt alles daran, das ökologische Gleichgewicht dieser Region zu erhalten, die eines der schönsten Wildreservate im Süden Afrikas und die wichtigste Touristenattraktion des Landes ist.



Donnerstag, 17. Juni 2010 um 20 Uhr 15 auf ARTE:
Yelen - Das Licht
Spielfilm  MALI/BUKINA F./F 1984 , Regie: Souleymane Cissé


Eine mythische Geschichte aus Westafrika. Der junge Protagonist möchte zu der Schicht der Komo, der Weisen Männer, aufsteigen und begibt sich auf eine Initiationsreise durch Mali, verfolgt von seinem hasserfüllten Vater. Parabel auf die Spannung zwischen Tradition und Erneuerung in schönen archaischen Bildern.
Schrille Schreie in der Dämmerung: Ein Huhn wird an einem Holzstab geopfert. Der Heiler Soma ruft auf diese Weise den Komo, das göttliche Wissen, an. Sein Sohn möchte ebenfalls Heiler werden. Doch sein Vater hasst ihn aus tiefstem Herzen, weil er diesen Status für sich behalten möchte. Gemeinsam mit der Mutter beschließt der junge Nyanankoro, die Reise zu seinem Onkel anzutreten, um dem Vater aus dem Weg zu gehen und vom Onkel das Nötige zu lernen. Doch sein Vater verfolgt ihn mit Hilfe des Kolonnkalani, eines magischen Holzpfahls, der die Richtung weist.
Auf dieser Reise quer durch die verschiedenen Stammeszonen wohnt Nyanankoro Kampfritualen bei, kehrt bei fremden Stämmen ein und übernimmt die Verantwortung für eine Frau, die vom Stammeskönig verstoßen wird. Nach langen Märschen durch Savanne, Flüsse, Täler und über Hügel erreichen die beiden endlich den Onkel und Initiator. Hier kann Nyanankoro sich für das unvermeidliche Zusammentreffen mit dem Vater bereitmachen, der ihn töten will.
Mali ist im Norden von der Wüste und in der Südhälfte von Savanne geprägt. Diese magisch anmutenden Landschaften durchquert der junge Nyanankoro auf der Suche nach seinem Onkel. Er selbst gehört zu dem Stamm der Bambaras. Stammeszugehörigkeit ist in Mali sehr wichtig, ebenso wie die Schicht. Zur Schicht der Weisen Männer, die sich Komo nennen, haben nur Ausgewählte Zugang. Nyanankoro möchte, wie sein Vater, Teil von ihr sein. Der Film erzählt von diesem Begehren des Sohnes und der Verweigerung des Vaters in visuell beeindruckenden Bildern von Standeskämpfen, Opfern und Fetischzauber.
Souleymane Cissé besuchte in den 60ern die Filmhochschule in Moskau und kehrte dann nach Mali zurück, um Filme zu machen. Er sucht seine Schauspieler, die oft Laien sind, selbst in den Dörfern Malis. Da sie häufig Analphabeten sind, lernen sie ihren Text direkt beim Dreh.
"Yeelen - Das Licht" ist Cissés vierter Spielfilm, der in Cannes 1987 im Offiziellen Wettbewerb (Sélection Officielle) lief. Weitere Filme von ihm sind "Finye" (1982), "Den Muso" ("La fille", 1975) sowie "Baara" (1978).



Donnerstag, 17. Juni 2010 um 23 Uhr 15 im ZDF:
Afrikas Schätze - (2) Schwarzes Gold und rote Erde
 Dokumentation D 2010, Film von Marietta Slomka


So reich und doch so arm! Wer profitiert von Afrikas Schätzen? Dieser Frage geht Marietta Slomka in einer zweiteiligen Dokumentation nach. Im zweiten Teil konzentriert sie sich auf Afrikas Bodenschätze. [mehr]



Donnerstag, 17. Juni 2010 um 23 Uhr 45 auf ARTE:
Youssoun N'Dour - Live auf dem Africa Festival in Würzburg
Konzert-Dokumentation D


Youssou N'Dour - die Stimme des Senegals. Er gilt als der afrikanische Superstar. Von dem englischen Weltmusik-Fachblatt "Folk Roots" wurde er zum "Afrikanischen Künstler des Jahrhunderts" geadelt. Livekonzert vom Africa Festival in Würzburg.
In seiner Heimat Senegal ist er bekannter als der Präsident. Er ist aber nicht nur zu Hause ein Star, weltweit genießt er großes Ansehen als Musiker und engagierter Kämpfer für die Rechte Afrikas. Youssou N'Dour kommt 1959 im senegalesischen Dakar zur Welt. In der Starband - die in den 70er Jahren im Senegal sehr bekannt und erfolgreich ist - sammelt er seine ersten Bühnenerfahrungen und Erfolge. Acht Jahre bleibt er bei der Band, dann sucht er sich eigene Musiker und macht sich 1979 mit "Étoile de Dakar" unabhängig. In zwei Jahren spielen sie sich an die Spitze der afrikanischen Bandszene. Mit ihrer Mischung aus traditionellen Mbalax-Rhythmen und westlichen Popanleihen schaffen sie 1981 den Durchbruch in Afrika. Inzwischen nennen sie sich "Le Super Étoile" und singen in drei Sprachen: englisch, französisch und Wolof, der Sprache der "Eingeborenen".
In den 90er Jahren, in einer Zeit, in der die Weltmusik allgemein einen Boom erlebt, schafft Youssou N'Dour auch den Sprung auf den westlichen Markt. Er arbeitet unter anderem mit Ryuichi Sakamoto, Peter Gabriel und Wyclef Jean zusammen. Den Durchbruch hatte er 1994 aber mit seiner Single "7 Seconds", die er zusammen mit der Schwedin Neneh Cherry aufgenommen hat. Seitdem ist er ein fester Bestandteil der World-Pop-Arena.
Musikalisch ist er immer auf der Suche nach Neuem. Seine beiden letzten CDs führten ihn nach Ägypten und in den Norden des Senegals. Seine neue CD, die im Sommer 2010 erscheint, wurde im Tuff Gong Studio in Kingston aufgenommen und von Tyrone Downie produziert.
Nach dem Motto seines aktuellen Films "I Bring What I Love" wird er seine musikalische Begegnung mit Reggae auf dem Africa Festival präsentieren. Dazu hat er eine Reihe von Musikern aus Jamaika eingeladen.
Das Africa Festival findet dieses Jahr zum 22. Mal statt. Es ist das größte Festival für afrikanische Musik und Kultur in Europa. Seit Bestehen des Festivals kamen mehr als 1.600.000 Besucher aus dem In- und Ausland auf die Mainwiesen nach Würzburg, um den kulturellen Reichtum und die Lebensfreude des schwarzen Kontinents mitzuerleben.



Freitag, 18. Juni 2010 um 00 Uhr 00 auf 3sat:
Mali - Geheimnisvolles Land der Dogon
Dokumentation



Freitag, 18. Juni 2010 um 00 Uhr 15 im ZDF:
Schrei nach Freiheit
Spielfilm GB 1987, mit Denzel Washington und Kevin Kline




1975 lernt Donald Woods (Kevin Kline), Chefredakteur einer südafrikanischen Zeitung, den schwarzen Anti-Apartheid-Kämpfer Steve Biko (Denzel Washington) kennen. Nach anfänglicher Skepsis entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine Freundschaft, durch die Woods die Augen über die unerträglichen Lebensbedingungen der Schwarzen geöffnet werden. Biko hatte sich 1972 an der Gründung des Black Community Program (BCP) beteiligt und trat bei großen öffentlichen Versammlungen auf. Die Apartheids-Regierung hatte seit 1973 einen "Bann" über ihn verhängt, der mit scharfen Auflagen verbunden war: Er wurde überwacht, durfte seine Heimatstadt nicht verlassen und nicht mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen.
Als Biko zwei Jahre später bei einer Straßensperre verhaftet, gefoltert und Tage später getötet wird, radikalisiert sich auch Woods' Verhältnis zum Apartheid-Staat. Woods wird ebenfalls zur "banned person" erklärt, unter Hausarrest gestellt und überwacht. Da es für ihn in Südafrika keine Zukunft mehr gibt, flieht er Silvester 1977 mit seiner Frau Wendy (Penelope Wilton) und ihren fünf Kindern über die Grenze - mit wenig mehr im kleinen Gepäck als ein paar persönlichen Gegenständen und dem Manuskript von Woods Biographie über seinen toten Freund Steve Biko.
"Cry Freedom" wurde 1987 größtenteils in Zimbabwe gedreht. Der britische Regisseur Richard Attenborough ("Gandhi") erzählt dabei vor allem die Geschichte des weißen Journalisten Woods, dessen beide Bücher "Steve Biko - Stimme der Menschlichkeit" und "Asking for Trouble" die Grundlage für die Filmhandlung wurden. Es war nur folgerichtig, dass Donald und Wendy Woods die Dreharbeiten als Berater begleiteten - knapp zehn Jahre nach der gefährlichen Flucht aus ihrer alten Heimat, deren Regierung erst 1990 mit der Freilassung Nelson Mandelas nach 27 Jahren Haft das Ende des Apartheid-Regimes einleitete.




FOTOS: DANKE!
Header-Yelen: ARTE F

Unterwegs im Süden Afrikas: ARTE/Looksfilm/NDR
Youssoun N'Dour: BR © Youri Lenquette
Afikas Schätze: ZDF
Schrei nach Freiheit: ZDF

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Mittwoch, 16. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial-TV-Vorschau für Mittwoch, 16. Juni 2010




Mittwoch, 16. Juni 2010 um 14 Uhr 15 im WDR:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: Eine Geschichte Südafrikas / Folge 2: 1795 bis 1913
Ein Film von Judith Voelker und Christel Fomm

Das zweite Kapitel thematisiert die reichen Diamanten- und Goldfunde im 19. Jahrhundert, den Konflikt zwischen Briten und Buren sowie den Beginn der modernen Rassentrennung. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen zwei Personen, der Bure Deneys Reitz und der Afrikaner Sol Plaatje. Der eine ist Sohn eines nationalistischen Buren, der andere Sohn einer getauften schwarzen Familie. Beide nehmen am Burenkrieg teil: Reitz in einem Buren-Kommando, Plaatje als einer der Belagerten im britischen Mafeking. Beide halten ihre Erlebnisse in Tagebüchern fest und werden nach dem Krieg politisch aktiv.


Mittwoch, 16. Juni 2010 um  16Uhr 55 auf ARTE:
Unterwegs im Süden Afrikas: (3) Vom Isimangaliso Park nach Johannesburg
Dokumentation D 2009, Regie: Wilma Pradetto


Südafrika ist Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2010. Damit findet dieses Turnier zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Filmemacher Wilma Pradetto und Eberhard Rühle haben sich im südlichen Afrika umgesehen und zeigen in ihrer fünfteiligen Dokumentationsreihe den Alltag der Menschen in den drei Nachbarländern Südafrika, Botsuana und Namibia. Die dritte Etappe der Reise durch das südliche Afrika führt vom iSimangaliso Wetland Park in Südafrikas Wirtschaftsmetropole Johannesburg.
Beginn der dritten Etappe durch den Süden Afrikas ist der iSimangaliso Wetland Park. Er fasziniert durch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Die Vorfahren des jungen Zulu Sbu Mfeka, der den Elefantenbestand im Park kontrolliert, lebten bereits in diesem Gebiet und wurden während der Apartheid umgesiedelt.
Im Nordosten des Landes liegt der Kruger Nationalpark, das größte Wildschutzgebiet Südafrikas. Hier leben die "Big Five", die begehrtesten Tiere Afrikas: Löwe, Elefant, Büffel, Nashorn und Leopard.
Nicht nur für seine Wildtiere, auch für sein riesiges Goldvorkommen ist Südafrika bekannt. Über der Goldgräberstadt Pilgrim's Rest schwebt noch immer der Geist einer vergangenen Goldrauschzeit. 500 Kilometer entfernt arbeitet die junge Ingenieurin Neo Dikgale in der tiefsten Goldmine Südafrikas. Sie ist eine der wenigen, gut ausgebildeten Frauen im Bergbaugeschäft.
Von der Goldmine geht es weiter nach Johannesburg, das wirtschaftliche Zentrum und die größte Stadt Südafrikas. Superreiche leben hier direkt neben Bitterarmen. Auch die erfolgreiche Popsängerin Lira lebt und arbeitet in Johannesburg. Sie gehört einer Künstlergeneration der Post-Apartheid-Ära an, die sich als Teil einer weltweiten Gemeinde versteht und dankbar ist für die Möglichkeiten, die sie heute hat. Das gilt auch für Anna Magopolo, die nach zehnjähriger Arbeitslosigkeit einen Job in einem Museum gefunden hat. Obwohl ihr täglicher Weg zur Arbeit sie fast vier Stunden kostet, freut sie sich, ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten zu können.
Letzte Station ist Soweto, das größte Township des Landes. Nachbarschaftshilfe wird hier noch immer groß geschrieben. In einer Hinterhofgarage treffen sich die resoluten Organisatorinnen eines Versicherungsfonds: Es ist Zahltag.



Mittwoch, 16. Juni 2010 um 20 Uhr 15 auf ProSieben:
Street Style
Spielfilm USA 2004 mit Omari Grandberry und Marques Houston



Mittwoch, 16. Juni 2010 um 22 Uhr 00 auf ARTE:
Wolken über Conakry
Spielfilm F/GUINEA 2006, Regie: Cheick Fantamady Camara




Französisch-Guinea, 2006: Seit Wochen warten die Einwohner von Conakry, der Hauptstadt des Landes, auf Regen. Die Regierung versucht Profit aus der angespannten Situation zu ziehen, schließlich stehen Wahlen an. Sie versucht, die Menschen über die Imame des Landes zu manipulieren. Der junge Journalist BB deckt den Betrug in einer satirischen Zeichnung auf, was zum Konflikt mit seinem obrigkeitshörigen Vater, dem Imam, führt. Der ist weniger denn je bereit, der Heirat seines Sohnes mit der westlich lebenden Kesso zuzustimmen.
Bangali alias BB arbeitet als Karikaturist für eine progressive Zeitung in der Hauptstadt Conakry. Mit einer satirischen Zeichnung beschuldigt der junge Journalist BB die Regierung, das Volk manipuliert zu haben, um Wählerstimmen zu erkaufen. Was ist passiert?
Nach Wochen der Trockenheit ist die Stimmung in der Stadt auf dem Tiefpunkt und das Wasser wird langsam knapp. Über die Imame ruft die Regierung das Volk zum Regentanz und Wettergebet auf; prompt fällt Regen, nicht zu knapp, und es ist natürlich ein Verdienst Gottes - und der vorausschauenden Regierung, die "vergessen" hat, zu erwähnen, dass sie die Wettergebete ausgerechnet für den Tag "in Auftrag" gegeben hat, für den der Wetterbericht Regen vorhergesagt hatte.
Mit seinen Enthüllungen verdirbt es sich BB nicht nur mit dem Establishment, sondern vor allem auch mit seinem Vater, der selbst ein einflussreicher Imam ist. BBs älterer Bruder soll einmal in seine Fußstapfen treten.
Doch dem kommt der Traum des Vaters in die Quere: Die Ahnen weisen Vater Karamo an, ausgerechnet den westlich orientierten BB zu seinem Nachfolger zu ernennen und nach Saudi-Arabien auf die Koranschule zu schicken. BB jedoch hat ganz andere Pläne. Er ist mit der Web-Designerin Kesso zusammen und möchte sie heiraten. Als sie unverheiratet schwanger wird, ist der Skandal perfekt.
Der Film "Wolken über Conakry" zeigt mittels des Generationenkonflikts zwischen dem Vater, der Imam ist und die traditionell muslimische Bevölkerung verkörpert, und dem kritischen, westlich lebenden Sohn die gesellschaftlichen Brennpunkte in Französisch-Guinea: Als eines der wenigen französischsprachigen afrikanischen Länder ist es muslimisch, in einer für Europäer kuriosen Mischung mit dem lokalen Fetisch-Glauben.
Der Film wurde an Originalschauplätzen in der Hauptstadt und in umliegenden Dörfern gedreht und gibt so einen lebendigen Eindruck des Lebens in Conakry.
Der Regisseur Cheick Fantamady Camara arbeitete 20 Jahre als Regieassistent, bevor er 2004 mit seinem zweiten Kurzfilm in Locarno auffiel. "Wolken über Conakry" von 2007 ist sein erster Langfilm und lief in Cannes in der Sektion "Les Films du Monde".



Mittwoch, 16. Juni 2010 um  22 Uhr 00 im MDR:
30 Karat Liebe
Spielfilm D 2008 mit Francis Fulton-Smith


Die verfeindeten Halbbrüder Percy und Hannes versuchen ihr Glück als Diamantentaucher vor der Küste Südafrikas. Der erbitterte Streit zwischen den Rivalen, die sich auch beruflich nichts schenken, spitzt sich zu, als Percys Freundin Julia aus Deutschland anreist. [mehr



Mittwoch, 16. Juni 2010 um 22 Uhr 20 auf Sat1:
Time Bomb
Spielfilm USA 2006 mit Angela Basset




Mittwoch, 16. Juni 2010 um 23 Uhr 55 im BR:
Die andere Seite des Lebens - Zwei Brüder imTownship
Dokumentarfilm D 2009, Regie: Stefanie Brockhaus/Andy Wolff


Lucky und Bongani geben sich cool und glauben, den Durchblick zu haben. Um in einem Township Kapstadts zu überleben, haben sie früh ihre Lektionen gelernt: Wo besorgt man sich Stoff, wo ein bisschen Kohle, wie baggert man Mädchen an, und wie wird man sie schnell wieder los. Die Mutter kümmert sich zwar kaum um ihre beiden Söhne, aber die Großmutter, die sie aufgezogen hat, hält immer zu ihnen.
Die beiden Brüder teilen alles miteinander: das Bett, das Essen und nun sogar eine Anklage wegen Mordes. Kurz darauf überraschend auf Kaution frei gekommen, erwartet sie etwas ganz Besonderes: 1200 Kilometer östlich von Kapstadt unterziehen sie sich dem Beschneidungsritus, wie es schon ihre Urahnen gemacht haben, um so zu Männern zu werden, Würde und Respekt zu erlangen. Von den Schnittwunden gezeichnet, die der Ritus verlangt, leben sie allein in einem Zelt, fernab der Zivilisation. Sie müssen Schmerz, Kälte, Regen, wochenlange Einsamkeit ertragen.
Während dieser Zeit durchlaufen drei Kulturkreise, von denen ein jeder seine eigenen Gesten und Riten einfordert. Schmerzhaft zeigt sich der tiefe Riss zwischen den Generationen. Die Alten haben noch die Ehrgefühle afrikanischer Traditionen im Leib, die Nachfolgenden nur eine knappe Chance, der Verwahrlosung in den Vorstädten zu entkommen. Stolz kehren sie als Männer in ihr Township zurück, doch die harte Realität hat sie bald wieder fest im Griff. Sie fallen in die alten Verhaltensweisen zurück.
Das Regiedebüt der Münchner Filmemacherin Stefanie Brockhaus und Andy Wolff, entstanden als Übungsfilm an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, wirft einen klugen, vor allem wertfreien und zurückhaltenden und unsentimentalen Blick auf das Leben und die Zukunft von Lucky und Bongani. Bilder von kilometerlangen Wellblechdachansammlungen und die Weite der südafrikanischen Natur kontrastieren das, was dieser Film zeigt: Ein Riss geht durch das Land. Ein Riss zwischen den Alten, die noch immer an der Tradition hängen und den Jungen, die so gerne nach vorne blicken würden, aber oft nicht können.


FOTOS: DANKE!
Header, Unterwegs im Süden Afrikas: ARTE,Looksfilm,NDR
Wolken über Conacry: ARTE F/Cheick F. Camara
30 Karat Liebe: BR
Die andere Seite des Lebens: BR

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Dienstag, 15. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial-TV-Vorschau für Dienstag, 15. Juni 2010



Dienstag, 15. Juni 2010 um 12 Uhr 00 auf Phoenix:
FIFA WM 2010 - Faszination Afrika
Live-Sport-Magazin




Dienstag, 15. Juni 2010 um14 Uhr 15 im WDR:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: Eine Geschichte Südafrikas/Folge 1: 1652 bis 1795
3-teilige Dokumentation D, ein Film von Judith Voelker und Christel Fomm

1488 umfährt der Portugiese Bartolomeu Diaz als erster Europäer bei heftigem Unwetter die Südspitze Afrikas. "Kap der Stürme" nennt er die Felsenzunge mit den gefürchteten Klippen. Es ist die Stelle, an der Atlantik und Indischer Ozean, arktische und tropische Strömung aufeinander treffen. Dem portugiesischen König aber klingt der Name nicht optimistisch genug. "Kap der guten Hoffnung" soll es heißen, denn der König hegt die berechtigte Erwartung, dass nun der Seeweg nach Indien geöffnet ist.
Südafrika - das ist ein Land von extremen Kontrasten und oftmals schmerzhaften Widersprüchen. Kaum ein anderer Staat besitzt solche Reichtümer: an Bodenschätzen, an grandiosen Naturwundern in einer unberührten Wildnis und nicht zuletzt an einer lebendigen Kultur. Doch Südafrika ist wie kaum ein anderes Land auch der Schauplatz von gewaltsamen Konflikten. Für Jahrhunderte kämpften hier die verschiedenen Völker um Land, Macht und Freiheit. Erst seit dem Ende der Apartheid gibt es Grund zur Hoffnung auf ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben. Die Dokumentation "Kap der Stürme - Land der Hoffnung" zeichnet den Weg Südafrikas von der ersten Besiedlung bis in die Gegenwart nach. Der Film konzentriert sich dabei auf wegweisende Epochen und Wendepunkte der südafrikanischen Geschichte, erzählerisch angeordnet an den Lebenswegen historisch dokumentierter Personen.
Das erste Kapitel behandelt die Ankunft der Europäer im 17. Jahrhundert, das Leben der Ureinwohner in Südafrika und die ersten Kontakte der ungleichen Kulturen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Krotoa, eine Frau aus dem Stamm der Khoi Khoi. Als die Holländer 1652 den ersten Stützpunkt am Kap errichten, tritt sie in den Haushalt des Kommandeurs ein. Von nun an wird Krotoa eine zentrale Rolle in den Beziehungen zwischen Holländern und Khoi Khoi spielen. Als Dolmetscherin des Kommandeurs steht sie mit allen wichtigen Personen ihrer Zeit, Schwarzen und Weißen, in Kontakt.




Dienstag, 15. Juni 2010 um 16 Uhr 55 auf ARTE:
Unterwegs im Süden Afrikas: (2): Von Reddersburg nach Durban
Dokumentation D 2009, Regie: Wilma Pradetto


Südafrika ist Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2010. Damit findet dieses Turnier zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Filmemacher Wilma Pradetto und Eberhard Rühle haben sich im südlichen Afrika umgesehen und zeigen in ihrer fünfteiligen Dokumentationsreihe den Alltag der Menschen in den drei Nachbarländern Südafrika, Botsuana und Namibia. Die zweite Etappe der Reise durch den Süden Afrikas führt von Reddersburg in der südafrikanischen Provinz Free State in die Hafenstadt Durban an den Indischen Ozean.
In der Nähe von Reddersburg in der Provinz Free State lebt die burische Farmerfamilie Wernich auf ihrer abgelegenen Rinderfarm. Der Alltag dieser weißen Afrikaner lässt erkennen, dass die Buren noch immer ihren neuen Platz im modernen Südafrika suchen - gesellschaftlich wie ökonomisch.
Entlang der Drakensberge führt die Reise in die Region Eastern Cape. Das ehemalige Homeland Transkei ist auch heute noch das Siedlungsgebiet der Volksgruppe Xhosa. Über die Stadt Mthatha (früher: Umtata) geht es weiter zum Geburtsort Nelson Mandelas. Sein Enkel, der Stammesführer Mandla Mandela, hat seine Karriere als Unternehmer aufgegeben und engagiert sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region.
Die "Wild Coast" gilt als eine der schönsten und ursprünglichsten Küsten Afrikas. Aussteiger und Althippie Ben Dekker führt hier in seiner selbst gebauten Robinson-Crusoe-Welt mit zauberhaftem Meeresblick ein entspanntes Leben. Die Reise Richtung Durban führt durch die im Landesinneren gelegene Provinz KwaZulu-Natal. Hier besucht die charismatische Geschichtenerzählerin Gcina Mhlope eine Grundschule. Sie möchte Verantwortung übernehmen und die Kinder zum Lesen animieren. Denn Bildung ist auch hier der Schlüssel zur Zukunft.
Durban liegt an der Ostküste Südafrikas, am Indischen Ozean. Viele Einwohner der Stadt sind indischer Abstammung. Alfie Moddley managt heute ein Curry-Restaurant. Er erzählt seinen Aufstieg vom armen Jungen aus dem Township zum wohlhabenden Mann mit Mercedes und großem Haus. Auf dem bunten Victoria-Markt im Stadtzentrum verkauft Diamini Khumalo ihre Heilkräuter und Gewürze. Doch die traditionelle Heilerin organisiert auch den Widerstand gegen den geplanten Abriss der Markthallen.



Dienstag, 15. Juni 2010 um 20 Uhr 15 auf ARTE:
Südafrika - Kap der großen Hoffnung?
Dokumentationen D

"Die Republik Südafrika gilt nach der Überwindung der Rassentrennung als aufgeschlossen und tolerant und dient als Modell für die Länder Afrikas. Doch die Idylle trügt. Die wirtschaftliche Macht liegt immer noch zum größten Teil in den Händen der weißen Minderheit, die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut, Rassendiskriminierung und Gewalt gehören zum Alltag. Die Dokumentationen des Themenabends analysieren die Lage des Landes unter der Regenbogenflagge.
Seit dem Ende der Apartheid gilt Südafrika als Vorzeigestaat auf dem afrikanischen Kontinent. Doch auf das idyllische Bild der Regenbogennation fallen Schatten. Die Kluft zwischen Arm und Reich tut sich immer weiter auf. Zwar sind inzwischen einige schwarze Unternehmer zu großem Wohlstand, wenn nicht gar zu Reichtum gekommen, außerdem wächst eine stabile schwarze Mittelschicht heran. Doch noch immer sind es die Weißen, die die Wirtschaft Südafrikas dominieren. Trotz einer hohen Wirtschaftswachstumsrate lebt die Hälfte der Bevölkerung in Armut, und trotz Aufhebung der Apartheidgesetze existiert die Rassentrennung in vielen Köpfen weiter. Immer mehr junge Arbeitssuchende strömen vom Land in die Großstädte und landen hier in den Slums der Vororte. Hunger, Armut und Arbeitslosigkeit gehören zum Alltag in den Elendsvierteln - mit fatalen Konsequenzen. Denn die Situation in den Vorstadtghettos provoziert Gewalt und Kriminalität. Wird es Südafrika gelingen, seine Probleme in den Griff zu bekommen? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung dokumentiert der ARTE-Themenabend die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation am Kap der Guten Hoffnung."

Geplatzte Träume - Aufstand im Township

Dokumentation D 2010, Regie: Richard Klug

"Intabazwe zwischen Johannesburg und Durban ist ein für Südafrika typisches Township. Unzureichende Wasser- und Stromversorgung, hohe Arbeitslosenrate und wachsende Kriminalität drücken die Stimmung der Bewohner. Und weil auch die Regierung unter Staatspräsident Jacob Zuma trotz anderslautender Versprechungen die Lage nicht verbessert hat, droht die Resignation in Gewalt umzuschlagen.
Intabazwe ist ein Township zwischen Johannesburg und Durban und es ist eines wie viele andere. Auch hier feierten die schwarzen Bewohner vor 20 Jahren ihren Helden Nelson Mandela. Sie waren - wie die meisten Bewohner des Landes - voller Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch ihre Träume sind wie Seifenblasen zerplatzt. Schlecht gebaute Häuser, keine Stromversorgung, kein sauberes Trinkwasser, eine hohe Arbeitslosigkeit und wachsende Kriminalität bestimmen einen Alltag voller Nöte und Sorgen.
Die Regierung Südafrikas unter Staatspräsident Jacob Zuma hat versprochen, die desolaten Zustände zu verbessern. Doch auch in der letzten Zeit ist kaum etwas geschehen, das die Menschen in Intabazwe hoffnungsvoll stimmen könnte. Immer mehr von ihnen reagieren mit Wut und protestieren auf den Straßen. Doch sie werden von der Polizei brutal zurückgedrängt. Auch in anderen Townships spielen sich solche Szenen ab. Die Situation droht zu eskalieren und in offene Gewalt umzuschlagen.
Südafrika befindet sich an einem Scheideweg. Noch dominiert die Hoffnung, aber das Gewaltpotenzial ist groß. Es bedarf nur eines kleinen Funkens, um dieses Pulverfass zu entzünden."

Dienstag, 15. Juni 2010 um  20 Uhr 45 auf ARTE:
Schwarz, arm chancenlos? - Wirtschaftspolitik am Kap

Dokumentation D 2010, Regie: Bernd Reufels

"Vor 16 Jahren fanden in Südafrika die ersten freien Wahlen statt. Damit sind die Schwarzen den Weißen endgültig gleichgestellt. Doch besitzen sie damit auch die gleichen Chancen auf wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Aufstieg? Hilfen für Benachteiligte versprach das Wirtschaftsprogramm Black Economic Empowerment. Die Dokumentation untersucht, was daraus geworden ist.
Ihre Freiheit haben sich die Schwarzen in Südafrika erkämpft. Doch wie steht es 16 Jahre nach den ersten freien Wahlen um die Chancengleichheit im Land? Mit dem Wirtschaftsprogramm Black Economic Empowerment sollen Schwarze und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen gezielt gefördert werden. Doch wer profitiert wirklich davon? Kritiker behaupten, das Programm fördere vor allem die Korruption. Die Dokumentation zeigt an konkreten Beispielen, welche Chancen und welche Probleme dieses Projekt mit sich bringt.
Patience Bogatsu ist die erste schwarze Rangerin Südafrikas. Früher war die Safari-Industrie fest in weißer Hand. Schwarze Frauen wurden nur als Hausmädchen beschäftigt. Patience Bogatsu arbeitet nun für eine der wenigen exklusiven Lodges, die von einer schwarzen Dorfgemeinschaft geführt werden.
Herman und Connie Mashaba gehören zur verschwindend kleinen schwarzen Oberschicht. Das erfolgreiche Unternehmerpaar baute bereits in den 80er Jahren einen Kosmetikkonzern auf. In Stellenbosch spielt die Erfolgsgeschichte der schwarzen Familie Rangaka. Zwar befinden sich hier die Weingüter zu 99 Prozent noch immer in weißer Hand, da war es fast ein Tabubruch, dass die Rangakas ausgerechnet hier eingekauft haben. Doch zusammen mit ihrem weißen Nachbarn produzieren sie nun einen international geschätzten Wein. Eine Erfolgsgeschichte.
Ein ganz anderes Bild herrscht im Township Khayelitsha. Hier hausen die Ärmsten der Armen in Bretterbuden und Wellblechhütten. Private Initiativen versuchen, wenigstens einigen der von der Regierung tief enttäuschten Menschen Arbeit zu bieten. Und in Pretoria lebt Gerda von Kluge in einer Obdachlosensiedlung. Die 49-jährige Weiße hatte früher ein gutes Auskommen. Nun arbeitet sie Vollzeit in einem Supermarkt und kommt doch nur auf 200 Euro im Monat. Die kargen Mindestlöhne gelten nun für alle. So steigen auch zunehmend Weiße in die breite Unterschicht ab."

Dienstag, 15. Juni 2010 um 21 Uhr 30 auf ARTE:
Helen Zille

Porträt D 2010, Regie: Birgit Schulz
Helen Zille – Wikipedia

"Sie ist weiß, deutschstämmig, hat jüdische Vorfahren und wurde christlich erzogen. Die Großnichte des Berliner Milieuzeichners Heinrich Zille, deren Eltern vor den Nazis nach Südafrika flohen, kämpft seit 2007 an der Spitze Democratic Alliance , einer liberalen Partei Südafrikas. Sie kämpft gegen Rassismus jeder Art, gegen Armut, gegen Korruption. Seit Mai 2009 ist sie Premierministerin der Provinz Westkap. Von 2006 bis 2009 war sie Bürgermeisterin von Kapstadt, des Ortes, an dem die Apartheid besonders weit fortgeschritten war. Ein Porträt von Helen Zille, von der Erzbischof Desmond Tutu, der südafrikanische Friedensnobelpreisträger, sagt: "Sie ist eine bemerkenswerte Lady. Und sie ist gut für unser Land."
Sie ist weiß, deutschstämmig, hat jüdische Vorfahren, wurde christlich erzogen und war die erste weiße Bürgermeisterin Kapstadts nach dem Ende der Apartheid: Helen Zille. Schon in jungen Jahren kämpfte sie in Südafrika gegen Rassismus und politische Willkür und war als Journalistin maßgeblich an der Aufklärung des Foltertods von Steve Biko beteiligt.
Das machte sie auch in den Augen vieler Wähler zu einer glaubwürdigen Persönlichkeit. 2009 wurde Helen Zille mit einer beeindruckenden Mehrheit zur Premierministerin der Provinz Westkap gewählt, der einzigen Region, in der der African National Congres die Mehrheit verloren hat.
Für Südafrikas Präsident Jacob Zuma ist sie zu einer ernstzunehmenden politischen Gegnerin geworden, die unerschrocken gegen Korruption, Armut, und Machtmissbrauch kämpft. Ihr Traum ist es, dass die junge Demokratie Südafrikas die Rassenschranken endgültig überwindet.
Die Dokumentation begleitet Helen Zille hautnah. Ihre engsten Mitarbeiterinnen kommen ebenso zu Wort wie ihre Gegner oder ihre 90-jährige Mutter Milla, die einst vor den Nazis nach Südafrika floh und mir ihrem frühen Engagement gegen die Apartheid die Haltung ihrer Tochter entscheidend prägte.
Helen Zilles politische Termine in ihrem atemlosen Alltag treiben das Geschehen nach vorne, und über ihren Blick entsteht - neben der biografischen Erzählung - eine politische Momentaufnahme des hoffnungsvollen und gleichzeitig fragilen Landes Südafrika kurz vor der Fußballweltmeisterschaft 2010."



Dienstag, 15. Juni 2010 um  22 Uhr 00 im BR:
Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses
Spielfilm USA 1988 mit Gene Hackman


Basierend auf einem realen Fall hat Meisterregisseur Alan Parker mit "Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses" ein ebenso spannendes wie aufwühlendes Rassismus-Drama inszeniert. Getragen von einem intelligenten Drehbuch und exzellenten Darstellern erzählt der Film von einem dunklen Kapitel der jüngeren amerikanischen Geschichte:
Im US-Bundesstaat Mississippi verschwinden 1964 eines Nachts drei junge Bürgerrechtler - offenbar ermordet vom Ku-Klux-Klan. Da von den Leichen jede Spur fehlt, werden zwei FBI-Agenten auf den Fall angesetzt: Sie stechen in ein gefährliches Wespennest aus Hass, Korruption, Rassismus und Gewalt. [mehr]




Dienstag, 15. Juni 2010 um  23 Uhr 05 im ZDF:
Afrikas Schätze: (1) Safari und Savanne
2-teilige Dokumentation D 2010 mit Marietta Slomka
Wh. um 04 Uhr 20 (Mittwoch)


TV-Doku mit Marietta Slomka: "Afrika besinnt sich auf seine Schätze"
 Mehrere Wochen reiste Marietta Slomka durch Afrika. Der Kontinent ist gesegnet mit einer faszinierenden Tierwelt, schönen Landschaften, unerschöpflichen Rohstoffvorkommen und fruchtbaren Böden. Aber Afrika ist auch ein Kontinent der Gegensätze. [mehr]
ua. mit Interaktiv Reisekarten und Länderinfos und Fotoserie



Dienstag, 15. Juni 2010 um  23 Uhr 10 in der ARD:
Good Morning Africa -Mit Mut und Lippenstift in die Zukunft
Dokumentation, Film von Chiara Sambuchi



Afrika im Aufbruch ... der Kontinent an der Schwelle zur Moderne ... Es sind die Frauen, die mutig vorangehen. Die Mütter, die ihren Familien ein Auskommen und ihren Kindern eine Zukunft schaffen wollen. Sie schütteln Lethargie und Elend ab, treten tagtäglich wie Königinnen in die Welt und setzen Zeichen. Sie übernehmen Verantwortung, wo andere die Hoffnung aufgegeben haben. Lange unterdrückt und missachtet ruht heute die Zukunft Afrikas auf ihren Schultern.
Wir begleiten vier Frauen in vier Ländern Afrikas, von der Wildnis des ugandischen Urwaldes ins Chaos der senegalesischen Metropole Dakar, von den kargen Weiten des Hochlandes Lesothos bis tief hinein in die Savanne Mosambiks.
Da ist Margret, die Radio-Chefin aus Uganda. Sie musste in ihrem Leben viel erdulden. Genau darum schickt sie jeden Morgen in ihrer Radiosendung "Reflections" eine Botschaft an die Frauen Ugandas ("Women, wake up and go to work") und gibt ihnen damit Kraft im alltäglichen Überlebens-Kampf.
Ndéye ist Automechanikerin. Sie hat eine traditionelle Männerdomäne der konservativen Gesellschaft Senegals erobert. Nicht nur deshalb ist sie eine Berühmtheit, sondern weil niemand Autos so gut reparieren kann wie sie. Selbst Männer stehen mittlerweile Schlange, um sich von ihr unterweisen zu lassen.
Wie im Berufsleben geht Ndéye auch im Privaten ihren eigenwilligen Weg. Sie verweigert sich der polygamen Ehe, sehnt sich aber nach Partnerschaft und Liebe.
Marcia will, dass Mosambik ohne westliche Hilfe auf die Beine kommt, dass die Menschen dort sich auf ihre Fähigkeiten und Stärken besinnen und selbst aktiv werden. Dafür nimmt sie regelmäßig Abschied von ihrem Mann und ihren Kindern. Dann fährt sie auf unwegsamen Pisten in die Savanne, ins Herz Mosambiks, dorthin, wo sie den Schlüssel für eine besser Zukunft des Landes gefunden zu haben glaubt.
Und schließlich Grace, die in Lesotho eine Klinik für Aidskranke leitet, mit dem Gefühl, jeden Tag am Abgrund zu balancieren. Das aber tut sie mit sicherem Schritt, denn jedes gerettete Leben ist eine Hoffnung für den nächsten Tag.
Diese vier Frauen stehen für den Aufbruch Afrikas in eine neue Zeit. Sie kennen die dunkle Seite des Kontinents und haben sie durchlebt. Doch Margaret, Ndéye, Marcia und Grace blicken nach vorne. Sie ergreifen ihre Chance auf ein besseres Leben für sich, für ihre Familien und die Gesellschaft.
Sie sind die Hoffnung des neuen Afrika.


Fotos: DANKE!
Header: www.bildtankstelle.de
Unterwegs im Süden Afrikas: NDR/Looksfilm/ARTE
Afrikas Schätze/Marietta Slomka: ZDF
Good Morning Africa: ARD

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Montag, 14. Juni 2010

Watch TV! For a better world! Spezial-TV-Vorschau für Montag, 14. Juni 2010




Montag, 14. Juni 2010 um 14 Uhr 15 im RBB:
Planet Wissen: Südafrika - 20 Jahre nach der Apartheid
Magazinsendung D 2010, Moderation: Jo Hiller, Julia Schöning 



Montag, 14. Juni 2010 um  16 Uhr 00 im RBB:
Schatzkammer Madagaskar
Dokumentation


"Madagaskar erst sehen, dann sterben" - Naturwissenschaftler sprachen früher sogar vom "gelobten Land", wenn sie die Insel vor Afrikas Ostküste besuchten. Verständlicherweise, denn die meisten Lebewesen hier sind einmalig.
Und vieles scheint auf der Insel anders als sonst in der Welt. Gespenstische Affen schleichen nachts umher, bohren einen riesenlangen Finger in morsche Hölzer. Chamäleons, noch nicht einmal fingernagelgroß und damit die Winzlinge in der Familie, werfen ihre Riesenzungen aus, genau wie die größten Chamäleons der Welt, die ebenfalls auf Madagaskar leben. Heftig wechseln sie die Farben, wenn sie um ein Weibchen werben. Es gibt Lemuren, die tanzen, wo andere Tiere zu laufen beginnen. Andere Affen schweben sozusagen ihr gesamtes Leben über Wasser. Sie turnen wie Hochseilartisten an Papyrusstengeln entlang. Bäume wachsen hier mit ihren Wurzeln Richtung Himmel, und manche Felsen bestehen aus vielen spitzen Nadeln. Madagaskar zeigt sich bizarr, sonderbar und einmalig.




Montag, 14. Juni 2010 um  16 Uhr 55 auf ARTE:
Unterwegs im Süden Afrikas: (1) von Kapstadt nach Port Elizabeth
Dokumentation D 2009, Regie: Wilma Pradetto


"Südafrika ist Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2010. Damit findet dieses Turnier zum ersten Mal auf dem afrikanischen Kontinent statt. Die Filmemacher Wilma Pradetto und Eberhard Rühle haben sich im südlichen Afrika umgesehen und zeigen in ihrer fünfteiligen Dokumentationsreihe den Alltag der Menschen in den drei Nachbarländern Südafrika, Botsuana und Namibia. Der erste Teil der ungewöhnlichen Reise führt von Kapstadt nach Port Elizabeth.
Die Reise durch den Süden Afrikas beginnt in Kapstadt. Der erfolgreiche Geschäftsmann Hassen Adams gibt Einblicke in seine Heimatstadt. An seiner Lebensgeschichte werden die Möglichkeiten und Veränderungen im neuen Südafrika sichtbar. Als Sohn indischer Eltern wuchs Hassen Adams in einem Township auf und ist heute einer der reichsten Männer der Stadt. Vor Kapstadt liegt Robben Island im Atlantischen Ozean. Die ehemalige Gefängnisinsel, deren berühmtester Häftling Nelson Mandela war, ist heute ein vielbesuchtes Museum, in dem ehemalige Häftlinge und Wärter gemeinsam Führungen gestalten.
Über den bekannten Chapman's Peak Drive, die schönste Küstenstraße Südafrikas, geht es in den Südwesten des Landes. Hier beweist Lodgebesitzer Michael Lutzeyer, dass Luxustourismus und soziale Verantwortung sich nicht ausschließen müssen. Mit einem Teil seiner Einnahmen finanziert er Sozial- und Umweltprojekte. Nzuzu Mantalane hat davon profitiert und arbeitet nun als Guide für die 5-Sterne Lodge.
Am Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt des Kontinents, verkaufen traditionell arbeitende Fischer ihren Fang direkt am Strand. Doch ist ihre wirtschaftliche Existenz durch industriellen Fischfang bedroht. Auf einem abgelegenen Hof in den Bergen der Trockenregion Kleine Karoo lebt die 58-jährige Witwe Julie Simpson. Ihre schmale Rente bessert sie mit einem Minijob in einem Supermarkt auf. Sie ist tief im Glauben verwurzelt und trotz ihres bescheidenen Lebens zufrieden.
Aus der Halbwüste führt die Reise über endlose Berge zurück zur Küste nach Port Elizabeth. Hier lebt Lloyd Edwards, der zu Apartheid-Zeiten Taucher bei der Polizei war. Inzwischen hat er sich neu orientiert und gibt sein meeresbiologisches Wissen an Schulkinder und Lehrer weiter.
In Südafrika findet 2010 zum ersten Mal eine Fußballweltmeisterschaft auf afrikanischem Boden statt. Doch was wissen wir über den Süden Afrikas? Er ist die Wiege der Menschheit, steht für Pioniergeist und Goldrausch, Musik und Lebensgefühl, aber auch für Kolonialismus und Kriminalität, Apartheid, Armut und Aids. 80 Tage lang sind die Filmemacher Wilma Pradetto und Eberhard Rühle durch atemberaubende Landschaften, über endlose Highways und durch pulsierende Städte gereist, vom Kap der Guten Hoffnung über Johannesburg durch die Kalahari-Wüste nach Windhoek bis zum Fishriver Canyon. Dabei sind sie ganz unterschiedlichen Menschen begegnet, die von ihren Sorgen, Hoffnungen und Freuden erzählen und Einblicke in ihr Leben gewähren. Die fünfteilige Reihe schildert eine außergewöhnliche Reise durch Südafrika, Namibia und Botsuana. Eine Reise durch drei Länder, die wirtschaftlich voneinander abhängig sind und gleichzeitig ihre politische Eigenständigkeit proklamieren. Drei Länder, die über enorme Bodenschätze verfügen und vom grenzüberschreitenden Tourismus profitieren.



Montag, 14. Juni 20 Uhr 15 in der ARD:
Erlebnis Erde: Das Tal des Lebens - Afrikas Rift Valley: (2) Wüstenglut und Korallenriffe
Dokumentation D/Ö/USA 2008/2009





Montag, 14. Juni 2010 um 22 Uhr 05 auf ARTE:
Dance for all
Tanzfilm SA 2008/ Regie: Viviane Blumenschein
Interpret: Nqaba Mafilika, Philip Boyd, Phyllis Spira, Xola Putye, Zandile Constable


"Dance for All" nennt sich ein Tanzprojekt in den Townships von Kapstadt, das allen offen steht und jungen Talenten die Möglichkeit zur internationalen Karriere gibt. Der kraftvolle, mehrfach preisgekrönte Film begleitet einige jugendliche Tänzer durch ihren Alltag und am Scheideweg einer möglichen Karriere. Die intensiven Bilder stammen von Kameramann Franz Lustig, der durch "Palermo Shooting" oder "Don't Come Knocking" bekannt ist; die Musik verbindet südafrikanische Klänge mit elektronischen Soundscapes. Zugleich ist der Film eine Hommage an die Gründer von "Dance for All", Philip Boyd und Phyllis Spira. Die ehemalige Primaballerina verstarb kurz nach Fertigstellung des Films.
Als das Projekt "Dance for All" 1991 ins Leben gerufen wurde, konnte, bei aller Hoffnung, niemand den Erfolg des Projekts vorhersehen. Etwa 1000 junge Menschen erlernen heute dort das Tanzen, genauer gesagt: modernen Tanz und klassisches Ballett - ohne dabei jedoch ihr afrikanisches Erbe verleugnen zu müssen. Für die Talentierten unter ihnen ist dies eine Möglichkeit, der Armut der Townships zu entkommen; für alle anderen sind der Unterricht und die Gemeinschaft bei "Dance for All" tägliches Beispiel für ein Leben jenseits von Kriminalität, Prostitution und Aids.
Die auf ARTE gezeigte Fernsehfassung des Films begleitet einen jungen Tänzer, Nqaba, und eine Tänzerin, Zandile, durch ihren privaten und künstlerischen Alltag. Während Nqaba nach San Francisco eingeladen wird, wo er sich an einer renommierten Ballettschule fortbilden kann, bereitet Zandile sich auf ihren großen Auftritt in Kapstadt vor. Der Erfolg bringt beide an einen Scheideweg: Sollen sie der Compagnie um Philip Boyd und Phyllis Spira treu bleiben oder in die weite Welt aufbrechen?
"Dance for All" ist ein Film über die sinnstiftende Kraft und Magie des Tanzens und über die Jugend in Südafrika, die erst allmählich vom Ende der Apartheid profitiert. Den Regisseurinnen Viviane Blumenschein und Elena Bromund gelingt ein sensibles und lebendiges Porträt junger Südafrikaner zwischen mitunter brutalem Alltag und der Poesie des Tanzes.
Der Film wurde unter anderem auf den 41. Hofer Filmtagen mit dem Kodak Eastman Förderpreis ausgezeichnet.



Montag, 14. Juni 2010 um  22 Uhr 30 im WDR:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: Eine Geschichte Südafrikas / Folge 1: 1652 bis 1795
Dokumentation D 2009, ein Film von Judith Voelker und Christel Fomm

1488 umfährt der Portugiese Bartolomeu Diaz als erster Europäer bei heftigem Unwetter die Südspitze Afrikas. "Kap der Stürme" nennt er die Felsenzunge mit den gefürchteten Klippen. Es ist die Stelle, an der Atlantik und Indischer Ozean, arktische und tropische Strömung aufeinander treffen. Dem portugiesischen König aber klingt der Name nicht optimistisch genug. "Kap der guten Hoffnung" soll es heißen, denn der König hegt die berechtigte Erwartung, dass nun der Seeweg nach Indien geöffnet ist.
Südafrika - das ist ein Land von extremen Kontrasten und oftmals schmerzhaften Widersprüchen. Kaum ein anderer Staat besitzt solche Reichtümer: an Bodenschätzen, an grandiosen Naturwundern in einer unberührten Wildnis und nicht zuletzt an einer lebendigen Kultur. Doch Südafrika ist wie kaum ein anderes Land auch der Schauplatz von gewaltsamen Konflikten. Für Jahrhunderte kämpften hier die verschiedenen Völker um Land, Macht und Freiheit. Erst seit dem Ende der Apartheid gibt es Grund zur Hoffnung auf ein gleichberechtigtes und friedliches Zusammenleben. Die Dokumentation "Kap der Stürme - Land der Hoffnung" zeichnet den Weg Südafrikas von der ersten Besiedlung bis in die Gegenwart nach. Der Film konzentriert sich dabei auf wegweisende Epochen und Wendepunkte der südafrikanischen Geschichte, erzählerisch angeordnet an den Lebenswegen historisch dokumentierter Personen.
Das erste Kapitel behandelt die Ankunft der Europäer im 17. Jahrhundert, das Leben der Ureinwohner in Südafrika und die ersten Kontakte der ungleichen Kulturen. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Krotoa, eine Frau aus dem Stamm der Khoi Khoi. Als die Holländer 1652 den ersten Stützpunkt am Kap errichten, tritt sie in den Haushalt des Kommandeurs ein. Von nun an wird Krotoa eine zentrale Rolle in den Beziehungen zwischen Holländern und Khoi Khoi spielen. Als Dolmetscherin des Kommandeurs steht sie mit allen wichtigen Personen ihrer Zeit, Schwarzen und Weißen, in Kontakt.
Teil 2 anschließend




Montag, 14. Juni 2010 um 22 Uhr 55 auf ARTE:
Malick Sidibé
Dokumentation GB, Regie: Cosima Spender, Emiliano Battista


Malick Sidibé gilt als einer der großen Fotografen der Gegenwart und erhielt im Juni 2007 den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig. Die Dokumentation ist mehr als ein Porträt des berühmten Künstlers aus Bamako, der Hauptstadt Malis. Sie ist eine durch die Bilder des Künstlers inspirierte Reise, die aber über die Arbeiten des Fotografen hinausgeht und dem Betrachter einen ungewöhnlichen Blick auf die Bewohner Malis gibt.
Seine Karriere begann der 1935 geborene Malick Sidibé in den späten 50er Jahren im gerade unabhängig gewordenen westafrikanischen Land Mali. An der Kunsthochschule in Bamako, der Hauptstadt des Landes, entdeckte Malick seine Liebe zur Fotografie. 1962 eröffnete er dort nach einer Fotografenlehre sein "Studio Malick".
Schon bald wurde Malick Sidibé in seiner Heimat als Chronist der Jugend- und Musikkultur bekannt. Seine Schwarz-Weiß-Fotografien aus den späten 50er, 60er und 70er Jahren dokumentieren eindrucksvoll den Geist der selbstbewussten Jugend Malis, die sich von Tradition und Kolonialismus löst und ihre Vorbilder in Rock-'n'-Roll-Stars wie James Brown und den Rolling Stones sucht. Wie überall auf der Welt drückt auch hier die Musik die neu gewonnene Freiheit aus. Malick Sidibé fotografiert Gruppen von Jugendlichen, die sich am Ufer des Niger amüsieren, macht Bilder von nächtlichen wilden Partys in Clubs, deren Besucher traditionelle und europäische Kleidung im wilden Stilmix tragen und fröhlich feiern.
Diese Fotos, die auch in den Armenvierteln und auf den Straßen Bamakos entstehen, zeichnen sich durch unmittelbare Nähe, Intensität und Authentizität aus. Dabei stehen seine Arbeiten immer im sozialen und historischen Bezug zu seiner Heimatstadt und bieten einen ungewöhnlichen Blick auf die Innenwelt Malis.
Viele der in den 60er und 70er Jahren Porträtierten leben noch heute in Bamako. Oft sitzt Malick Sidibé mit ihnen vor seinem kleinen Fotostudio und erinnert sich an alte Zeiten, an Tanzabende und Überraschungspartys.
Malick Sidibé, heute 73 Jahre alt, arbeitet seit über 50 Jahren in Bamako. Nach wie vor ist er auf dokumentarische Fotografie und Bilder über die Jugendkultur Afrikas spezialisiert. Er gilt als einer der großen Fotografen der Gegenwart und erhielt im Juni 2007 den Goldenen Löwen der Biennale in Venedig.
Die Protagonisten der Dokumentation erzählen nicht nur über ihre Beziehung zum Künstler Malick Sidibé, sie porträtieren auch die sich seit den 60er Jahren verändernden Zustände in Mali. Nach der Unabhängigkeit beherrschten ab Mitte der 60er Jahre Miliztruppen das Land, die die Menschen zum Sozialismus zu erziehen versuchten und überwachten. Daran änderte auch die Machtübernahme des Militärs 1968 nichts. Heute ist Mali eine Demokratie und eines der ärmsten Länder der Welt, in dem seit einiger Zeit konservative, islamische Kreise immer mehr Macht gewinnen.

Montag, 14. Juni 2010 um 23 Uhr 15 im WDR:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: Eine Geschichte Südafrikas / Folge 2: 1795 bis 1913
Ein Film von Judith Voelker und Christel Fomm
 
Das zweite Kapitel thematisiert die reichen Diamanten- und Goldfunde im 19. Jahrhundert, den Konflikt zwischen Briten und Buren sowie den Beginn der modernen Rassentrennung. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen zwei Personen, der Bure Deneys Reitz und der Afrikaner Sol Plaatje. Der eine ist Sohn eines nationalistischen Buren, der andere Sohn einer getauften schwarzen Familie. Beide nehmen am Burenkrieg teil: Reitz in einem Buren-Kommando, Plaatje als einer der Belagerten im britischen Mafeking. Beide halten ihre Erlebnisse in Tagebüchern fest und werden nach dem Krieg politisch aktiv.

3.Folge im Anschluß


Montag, 14. Juni 2010 um 23 Uhr 55 auf ARTE:
Nora
Tanz-Dokumentation  USa/MOsambik/GB 2008, Regie: Alla Kovgan, David Hinton




Familiendramen, Liebeswirren und politisches Engagement haben die Biografie der Tänzerin Nora Chipaumire geprägt. Im Tanz lässt sie ihr bewegtes Leben vor der Kulisse ihrer Kindheit und Jugend in Zimbabwe wieder auferstehen.
Die Tänzerin Nora Chipaumire wurde 1965 in Simbabwe geboren. Familiendramen, Liebeswirren und politisches Engagement haben ihren Lebensweg geprägt. Sie nutzt den Tanz, um ihre Biografie in sinnlichen, kraftvollen und poetischen Klang- und Bildabfolgen aufleben zu lassen; dabei fängt sie zugleich die Seele ihres Landes und seiner Bewohner ein. Rasch ineinanderfließenden Szenen, in denen sich Tragik und Komik wie im Traum abwechseln, erzählen in einem mitreißenden Tempo die Geschichte einer Emanzipation.
Zur Musik beigetragen hat Thomas Mapfumo, eine Legende der Musik in Simbabwe: Er gilt als Vater der Chimurenga Musik. Der Begriff Chimurenga steht in der Schona-Sprache für "Kampf" und bezeichnet heute in Simbabwe den Kampf um Menschenrechte; im Zusammenhang mit dem nationalen Befreiungskampf wurde Chimurenga zum festen Begriff.
Nora Chipaumire wurde während des zweiten Befreiungskrieges in der Geschichte Simbabwes in Mutare geboren. Die Tänzerin und Choreographin lebt heutzutage in New York. Sowohl 2007 als auch 2008 wurde sie mit einem New York Dance and Performance Award ausgezeichnet.
"Nora" erhielt auf den 55. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen die "Lobende Erwähnung der Internationalen Jury".



Dienstag, 15. Juni 2010 um 00 Uhr 00 im WDR:
Kap der Stürme - Land der Hoffnung: Eine Geschichte Südafrikas / Folge 3: 1913 bis 2010
Ein Film von Judith Voelker und Christel Fomm

Das dritte Kapitel zeigt die Anfänge der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, das System der Apartheid und den langen Kampf um Gleichberechtigung im 20. Jahrhundert. Zentrale Figuren sind Hilda Bernstein, eine weiße Freiheitsaktivistin, und Walter Sisulu, einer der wichtigsten Führer des ANC. Hilda wächst in einer heilen westlichen Mittelklassewelt auf. Doch sie entscheidet sich mit ihrem Mann Rusty, gegen die Apartheid in Südafrika zu kämpfen. Walter Sisulu ist einer der Begründer der Jugendliga des ANC und ein enger Freund von Nelson Mandela. Nach der Verhängung des Ausnahmezustandes 1960 taucht er in den Untergrund ab. Das Schicksal der Bernsteins wie auch Walter Sisulus wird 1963 entschieden: im Rivonia-Trial. Für die Bernsteins bedeutet dies lange Jahre des Exils, für Sisulu Haft auf der Gefängnisinsel Robben Island. Doch sie alle erleben auch, wie 1990 mit der Freilassung von Nelson Mandela das System der Apartheid zu Ende geht und mit der Wahl Mandelas zum ersten schwarzen Präsidenten ein neues Zeitalter für Südafrika beginnt.

Fotos: DANKE!
Kapstadt/Port Elizabeth: ARTE
Header and Dance for All: Viviane Blumenschein/ZDF
Nora: WDR

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Voodoo-Altar in Benin

Voodoo-Altar in Benin
Foto: Voodoo-Altar 08/D. Schwarz/Creat. Comm. Lic. 3.0/Wikimedia C.

Nubische Pharaonen

Nubische Pharaonen
Foto: Wufei 07/Public Domain/Wikimedia Commons

Gegenwartskunst aus Afrika

Gegenwartskunst aus Afrika
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Ein kleines Souvenir vielleicht?!

Afrikas Musik