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Sonntag, 12. Dezember 2010

Dakar 2010: Afrika feiert seine Schönheit und seinen Reichtum

Einladung nach Dakar zum Weltfestival der "Black Arts" /Foto, Mercie! : Tunisia will attend third World Festival of Negro Art in Dakar

Für die letzten Wochen dieses Jahres, in dem viele afrikanische Staaten den 50. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit feiern konnten, hat sich Afrika etwas ganz Besonderes vorgenommen: Seit gestern Abend lässt man bis Sylvester  überall in Senegals Hauptstadt Dakar „die Puppen tanzen“. 

Und da ist wirklich mächtig was los, denn ganz Afrika (und natürlich Besucher aus aller Welt) hat (haben) sich zu Besuch angesagt, um zusammen mit den Senegalesen das „World Festival of Black Arts“ wiederauferstehen zu lassen. 

Foto (c) AFP: Der Perkussionist Doudou Ndiaye Rose auf der Bühne des Leopold Sedar Senghor in Dakar Stadion für den Start der World Festival of Arts Negro, 10. Dezember 2010/SENEGAL: Kontroverse Wiedergeburt des WELT-FESTIVAL DER SCHWARZEN KÜNSTE - FMAN - Sénégal: le Festival mondial des arts nègres réssuscité, 44 ans après Senghor

Im Jahr 1966 gegründet, sollte es einmal DAS Kulturfest Afrikas werden, konzipiert auf Dauer und als festlicher Sammelpunkt der afrikanischen Menschen und Kulturen. Allen anderen Leuten auf der Welt sollte es machtvoll demonstrieren, dass sich der Schwarze Mensch - und auch sein ursprünglicher Kontinent - nicht nur in Armut, Krankheit und Hunger erschöpfen muss, sondern dass er die ewigen Kräfte immer aufs Neue schöpfen kann, aus dem Austausch mit anderen Menschen und aus der vielseitigen und Jahrtausende alten Kultur. Leopold Sedar Senghor, der große Vordenker Afrikas, Poet, Initiator der weltweiten Identitätsfindung Schwarzer Menschen und Präsident Senegals in jenen 1960er Jahren, war der Vater dieses Gedankens und der Schirmherr des daraus entstandenen internationalen Festes. 

Leopold Sedar Senghor
Das gab natürlich Anlass, auf eine schwungvolle Weiterentwicklung und eine anhaltende und respektvolle Wahrnehmung in der Welt zu hoffen, was das zweite Festival in Nigeria zunächst auch zu belegen schien. Doch politische Kontroversen über die Ausrichtung des Festes haben das viel beachtete pan-afrikanische Zusammentreffen bei Musik, Tanz und Theater dann tatsächlich nur diese zwei Mal stattfinden lassen.


Nun aber ist das kulturelle Senghor-Vermächtnis sozusagen auferstanden, 44 Jahre nach seiner Entstehung - allerdings nicht ganz ohne machtvolle, kritische Stimmen

Beim 3. (mittlerweile ist es im „Globalen Dorf“ ja nun auch wirklich ein) Worldfestival of Black Arts werden in den nächsten drei Wochen mehr als mehr als 2000 Künstler aus 53 Ländern auftreten, allein 250 international bekannte Musiker haben sich auf den Weg nach Dakar gemacht. Neben Musik stehen die künstlerischen Disziplinen Tanz, Theater, Film, Photografie, Design, Mode und Architektur sowie Geschichte und Sport auf dem übervollen Programm. Die große Eröffnungsfeier am Freitagabend im Leopold Segar Senghor-Fußballstadion konnte mit Afrikas Megastar Hughes Masekela brillieren, und Manu Dibango, Salif Keita, Youssou N'Dour, Grammy-Rapper Akon und Südafrikas Mahotella Queens werden die Fans auch danach noch so richtig in Stimmung bringen. 

Foto (c) AFP: Eröffnungsfeier des Festivals der Schwarzen Künste in Stadion Léopold Sédar Senghor, 10. Dezember 2010 in Dakar/ SENEGAL: Kontroverse Wiedergeburt des WELT-FESTIVAL DER SCHWARZEN KÜNSTE - FMAN - Sénégal: le Festival mondial des arts nègres réssuscité, 44 ans après Senghor

Ganz klar herausgestellt wird bei allen Veranstaltungs-Ankündigungen im Land und rund um den Globus diesmal das „BLACK“

Dass die meisten Künstler und die Besucher aus den verschiedensten Staaten und Kulturkreisen des afrikanischen Kontinents kommen, soll zwar durchaus Beleg sein für die Fülle der Einflüsse und die Vielseitigkeit der Künste Afrikas, doch nicht das Gastgeberland Senegal oder die African Union, die als Sponsor auftritt, sind diesmal die alles verbindenden Faktoren.   

Wichtigstes Kriterium in Dakar 2010 ist es Schwarz und stolz darauf zu sein – sowie natürlich lebensfroh, kreativ und offen für alle kulturellen Angebote und für die Menschen auf diesem 3. Worldfestival of Black Arts im Senegal.    

Dienstag, 24. August 2010

Sieger in Berlin: Gäste aus Afrika und USA beim Istaf 2010

Lagat vor seinem Heimspiel in Berlin: „Ich bin ein halber Deutscher“


Bernard Lagat: Der laufende Weltbürger
Von Michael Reinsch, Berlin/FAZ.NET


"Er stammt aus Kenia, ist amerikanischer Staatbürger, hat eine kanadische Frau und einen chinesischen Trainer. „Global, das ist das Wort“, sagt Bernard Lagat: „Ich bin ein Bürger der Welt.“ Diesen Sonntag startet der laufende Weltbürger beim Istaf...


"... Miika wird das Rennen am Sonntagnachmittag nicht im Fernsehen verfolgen müssen. Er begleitet mit seiner kleinen Schwester und seiner Mutter den Vater zur Arbeit nach Berlin. „So reisen wir am liebsten“, sagt Bernard Lagat. „In unserem Hotelzimmer ist immer etwas los. Ich habe gar keine Gelegenheit, an das Rennen zu denken und nervös zu werden.“...
.....Das sind so die Aufgaben, die ein Vater zu meistern hat. Bernard Lagat geht sie optimistisch an. Schließlich ist er der Doppel-Weltmeister über 5000 und 1500 Meter von Osaka 2007, Hallen-Weltmeister über 3000 Meter von Budapest 2004 und Doha 2010 sowie Gewinner verschiedener Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Für seinen Start an diesem Sonntag beim Istaf im Berliner Olympiastadion hat er seinen australischen Manager James Templeton ein paar besonders schnelle Tempomacher bestellen lassen. Wenn er über die 3000 Meter schon aus dem Rennen um die Diamanten ist, will er doch beweisen, dass er die Bestzeit von 7:32,49 Minuten, mit der er in Doha den Titel gewann, unterbieten kann...

...Vor bald 36 Jahren in Kapsabet im Rift Valley von Kenia geboren, hat das Laufen Lagat zu einem Weltbürger gemacht. Ein Stipendium brachte ihn 1997 an die Washington-State-Universität. Als er 2003 amerikanischer Staatsbürger wurde, hatte er schon sechs Sommer in Deutschland zugebracht. „Global, das ist das Wort“, sagt Lagat. „Ich stamme aus Kenia, bin Amerikaner, habe einen chinesischen Trainer, James Li, und eine kanadische Frau. Ich bin ein Bürger der Welt.“
Er lernte seine Frau Gladys Tom, die einen japanischen Familienhintergrund hat, an der Hochschule kennen, an die James Li ihn mit einem Stipendium geholt hatte. Miika trägt als zweiten Vornamen den kenianischen Namen Kimutai, und der Name seiner Schwester Gianna verweist auf die Liebe der Eltern zu Italien. Gemeinsam leben sie in Tucson in Arizona. Es war der Stadtlauf, der Bernard Lagat nach Tübingen brachte. Seitdem ist er mit dem Leiter des Laufs, dem Kinderarzt Frieder Wenk, befreundet, seitdem fliegt er im Sommer von Stuttgart aus in die Welt, seitdem liebt er die Laufstrecken in den Wäldern um Tübingen. Seit einigen Jahren hat er ein eigenes Häusle. Als Lagat 2007 als Doppelweltmeister aus Osaka heimkehrte, empfingen ihn Stadt und Bürgermeister als Tübinger. „I bin a Schwob“, sagt Lagat akzentfrei. „Ich bin ein halber Deutscher.“



Weltrekord und deutsche Siege beim ISTAF  
Autor: Andreas Ziemons (mit dpa/sid)/DW.de

"Beim Internationalen Stadionfest (ISTAF) in Berlin stellt ein Kenianer eine neue 800-Meter-Bestmarke auf. Auch die deutschen Leichtathleten jubeln. In fünf Disziplinen schaffen sie es ganz nach oben aufs Treppchen.

Mit einem 800-Meter-Weltrekord aus dem Nichts hat David Rudisha das mit Spannung erwartete Comeback von 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya und fünf deutsche Siege überstrahlt. In 1:41,09 Minuten löschte der 21 Jahre alte Kenianer die bereits 13 Jahre alte Bestmarke seines früheren Landsmanns Wilson Kipketer aus. Kipketer, der zwischenzeitlich die dänische Staatsangehörigkeit angenommen hatte, war damals 1:41,11 Minuten gelaufen.

Laufszene David Rudisha (Foto: dpa)
So schnell wie David Rudisha war zuvor noch niemand über die doppelte Stadionrunde


"Ich habe heute morgen schon beim Aufstehen geahnt, dass ich ein großes Rennen laufen würde, und ich habe meinen Traum wahrgemacht", meinte ein überglücklicher David Rudisha, der damit gleichzeitig sein WM-Trauma von 2009 besiegte. Ebenfalls in Berlin hatte der zweimalige Afrikameister vor einem Jahr das WM-Finale verpasst..."

Kenianer Rudisha läuft 800-Meter-Weltrekord 

Rudisha verbessert Weltrekord über 800 m

Weltrekord in Berlin: David Rudishas triumphale Rückkehr  

Rudisha läuft Weltrekord über 800 Meter 



In der Stadt ihres größten Triumphes. Genau ein Jahr und drei Tage nach dem WM-Titel startet Caster Semenya wieder in Berlin. Foto: dpa - Foto: dpa

Caster Semenya siegt in Berlin
Von Anke Myrrhe / tagesspiegel.de

"...Der Applaus war freundlich, wohlwollend – aber keineswegs begeistert. Vielleicht hatte sich Caster Semenya ein wenig mehr erhofft, als ihr Name aufgerufen wurde bei der Vorstellung der 800-Meter-Läuferinnen im Olympiastadion. Schließlich hatte sie hier vor fast genau einem Jahr in dieser Disziplin überragend den WM-Titel gewonnen, mit nur 18 Jahren. Doch da waren die Spekulationen bereits unwiderruflich im Umlauf. Spekulationen, dass diese junge Läuferin womöglich gar keine Frau sein könnte. Riesig war ihr Vorsprung gewesen, in 1,55:45 Minuten hatte sie ihre Konkurrentinnen deklassiert. Das und ihr kantiges Aussehen schürten die Gerüchte. Als sie nun am Sonntag auf dieselbe blaue Bahn zurückkehrte, war beides nicht mehr so eindeutig. Aber Semenya siegte wieder. In 1:59,90, Minuten, immerhin in einer neuen Saisonbestleistung. Zum ersten Mal lief die Läuferin, die man elf lange Monate wegen der Spekulationen um ihr Geschlecht nicht hatte starten lassen, wieder unter 2:00 Minuten.
Sie wollte sich feiern lassen dieses Mal. Doch auch bei Semenyas Ehrenrunde wollte die Stimmung nicht so recht aufkommen. Gleichzeitig sprang nebenan gerade Ariane Friedrich ihren zweiten Versuch. Das war natürlich etwas ungünstig. Und trotzdem wirkte die Südafrikanerin einigermaßen zufrieden, genau ein Jahr und drei Tage nach dem größten Erfolg ihrer jungen Karriere und dem Beginn der Spekulationen endlich zurück zu sein. „Hier zu sein, bringt natürlich die Erinnerungen zurück“, sagte die immer noch eingeschüchtert wirkende19-Jährige. „Das Publikum hat mich nett empfangen, es war gut, ich habe mich zu Hause gefühlt.“ Was soll sie auch sagen? „Das Ganze war nicht leicht für ein 19-Jähriges Mädchen“, deutet sie die Leidenszeit kurz an. Elf Monate lang, hatte sie nicht starten dürfen. Fast ein ganzes Jahr. Im Leben eines Sportlers eine Ewigkeit. Bis März hatte sie gar nicht trainiert, sagt sie. Vor fünf Wochen kehrte sie dann, im finnischen Lappeenranta auf die Bahn zurück – und siegte.  Entwürdigend waren die monatelangen Diskussionen. Es wird nun spekuliert, dass der Weltverband IAAF sie sogar gedrängt habe, sich einer Hormonbehandlung oder gar einer Operation zu unterziehen, um wieder starten zu dürfen. Semenya sagt dazu nichts. Fragen Sie die IAAF, ist ihr Kommentar. „Ich spreche nur über die Zukunft. Ich bereite mich auf die Olympischen Spiele vor.“..."



Debatte Gender: Der Kampf mit der Biologie  


Caster Semenya: Kommentar abgelehnt  

Leichtathletik: Caster Semenya will zurück zur Normalität 

Die Athletin und die Big Boys

Der Fall Caster Semenya: Sport ist nicht gerecht





Kugelstoßer Reese Hoffa: Verletzte Seele in einem massigem Körper - Mehr Sport - Sport - FAZ.NET 
Von Michael Reinsch, Berlin / FAZ.NET

"Mit vier ins Waisenhaus, bei Adoptiveltern aufgewachsen, und lange auf der Suche nach der leiblichen Mutter - der amerikanische Kugelstoßer Reese Hoffa hat eine hollywoodreife Vergangenheit.

...Seit er, im selben Jahr in London, mit seiner Drehtechnik 22,43 Meter erreichte, ist er der viertbeste Kugelstoßer des vergangenen Jahrzehnts. „Ich bin der Kleine unter den Giganten“, sagt er, der sich mit 1,90 Meter gegenüber Weltmeister Christian Cantwell (1,98 Meter) und Olympiasieger Tomasz Majewski (2,04) benachteiligt fühlt. „Die Kugel weit zu stoßen, ist toll“, sagt er „Aber es ist die Persönlichkeit, die das Publikum anzieht. Wir brauchen Typen wie Adam Nelson, die ihr Trikot auf die Erde schmeißen und verrückt spielen.“...

...Das ist die eine Seite von Reese Hoffa. In seinem massigen Körper wohnt aber auch die kleine, verletzte Seele eines Jungen, der mit vier seine Mutter und seinen großen Bruder verlor und erst vor zehn Jahren wiederfand. Aufgewachsen in einer Bauernfamilie mit vier Geschwisterkindern konnte er nie die Erinnerung an die Tragödie bannen, die sein Leben aus der Bahn warf. „Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie mir geholfen haben, meine Talente zu entwickeln“, sagt er. „Ohne sie wäre ich nie der geworden, der ich heute bin.“ Das Ehepaar Hoffa aus Bardstown in Kentucky, das ihn mit fünf Jahren adoptierte, ließ ihn seinen Namen wählen. Nach einem Fernsehhelden wurde Michael Reese daraus...."


Fotos: Thank you! Dankeschön!!!


1. Bernard Lagat/FAZ.NET
2. David Rudisha/DW.de/Andreas Ziemons/picture alliance/dpa
3. Caster Semenya/tagesspiegel.de/dpa
4.& 5. Reese Hoffa/FAZ.NET/Bildmaterial: AFP, AP

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Donnerstag, 24. Juni 2010

FOCUS AFRICA - Nicht nur ein Blick auf die Fußball-WM 2010 (5): ANGRIFF vor ANPFIFF

 English version: Attention & Respect: Encounter: A beerbottle, a young African man and little old me


Zum Warten auf den Bus hatte ich mich an diesem heißen Spätnachmittag auf die Bank im dafür vorgesehenen Häuschen gesetzt. Um mich herum flutete der Berliner Berufsverkehr, jede Menge Deutschland-Fahnen, -Flaggen und Fläckchen bestimmten das Straßenbild in Berlins City wenige Stunden vor dem Anpfiff des WM-Spiels Ghana gegen Deutschland.

Irgendjemand hatte auf einem Sitz im Wartehäuschen eine leere Bierflasche stehen gelassen. Na, dachte ich gerade noch, hoffentlich wirke ich jetzt nicht wie 'ne alte Schnapsdrossel - so müde und erschöpft wie ich mich fühlte in der asphalt-flirrenden Hitze und den Abgas-Odeur der Großstadt.

Der junge Schwarze Mann kam, sanfte Kurven - zum Ausweichen vor den Passanten und den Straßenschildern - ziehend, auf einem Fahrrad auf dem Bürgersteig auf mich zu. Vor mir hielt er an und fragte, ob das meine Flasche sei, was ich ich sofort verneinte. Also war ich doch tatsächlich mit dieser doofen Bierflasche in offensichtliche Verbindung zu bringen, dachte ich noch - als ein Bus um die Ecke bog. "Nein, die können Sie mitnehmen!" rief ich dem jungen Mann noch zu und stand schnell auf, um die paar Schritte zur Haltestelle zu gehen, meine Gedanken schon beim Einsteigen und meiner nächsten Destination.

"Bitte, nein!", sagte der junge Afrikaner ganz sanft und mit einem schüchternen Lächeln, dazu machte er eine beschwichtigende Handbewegung. "Bitte, keine Angst haben, ich nehme nur die Flasche!" Ich muß ihn wohl ziemlich entgeistert angeschaut haben, weil ich zunächst seinem Gedankengang gar nicht folgen konnte - und weil ja der Bus schon vorfuhr. "Nein, ich habe keine Angst! Ich wollte nur nach meinem Bus schauen....!," habe ich schnell geantwortet - und spürte schon im gleichen Augenblick die Unmöglichkeit, die Ungeheurlichkeit dieses Moments, der einen Wimpernschlag später auch schon verflogen war.

Die Busfahrt über versuchte ich zu ergründen, was denn dieses Besondere eigentlich gewesen war. Ich hatte einen jungen Afrikaner in Berlin gesehen, der offensichtlich die Straßenpapierkörbe nach Flaschen absuchte. Das tun hier mittlerweile viele Menschen - und lange schon sind das keine offensichtlich Obdachlosen mehr: Rentnerinnen, sauber und geschmackvoll angezogen, Kinder, die sich was kaufen wollen außer der Reihe und ganz normale Mittelstandsmänner, die dann schnell so tun, als sei ihnen was in den Papierkorb gefallen, das sie jetzt suchen müssen.

Gut, Afrikaner waren mir bislang in diesem Zusammenhang noch nicht aufgefallen, aber das war ganz sicher nicht von Bedeutung. Tatsache war aber, dass der junge Mann ganz offensichtlich davon ausgegangen war, dass ich Angst vor ihm hätte, weil ich schnell aufgestanden war, als er sich mir und der Bierflasche genähert hatte. Ob er meine schnelle, verlegene Entgegunung überhaupt gehört hatte, konnte ich nicht mit Sicherheit sagen. Eines aber wusste ich genau: Was immer ich auch sonst gesagt hätte, es wäre nicht ausreichend gewesen. Es hätte Zeit gebraucht und ein richtiges Gespräch, um sich soweit anzunähern, dass eine Verständigung jenseits der Betroffenheit und der Angst - welcher Art auch immer - möglich gewesen wäre.
Ich hätte mich gern mit ihm unterhalten, dem jungen Mann aus Afrika, denn er muß ein sehr netter und sensibler Mensch sein: hat er mich fremde, ältere Frau doch vor meiner eigenen Angst (vor ihm!) schützen wollen.

Als ich noch in der selben Nacht am PC über folgende Meldung der Polizei stolperte, habe ich die Komplexität, den Irrwitz dieses besonderen Augenblicks am Nachmittag aber erst wirklich erkannt: ER hätte es sein müssen, der sich fürchtet. Und ich hätte es sein müssen, die sich ihm zuwendet - um ihn zu schützen. Und/oder um ihm zu erklären, warum es so ist, dass sich junge Afrikaner und andere Schwarze Menschen (mitten im geschäftigen Berlin, umgeben von unzähligen Leuten in der abendlichen U-Bahn) in meinem Land fürchten müssen. Vor verrückten Schlägern - und vor der Deutschen Polizei.

Aber ich kann es mir ja selber nicht erklären.

Pressemeldung der Berliner Polizei

Eingabe: 23.06.2010 - 12:40 Uhr

Mann fremdenfeindlich beleidigt und geschlagen

Mitte

# 1849

Zwei Männer haben gestern Abend in Gesundbrunnen einen Afrikaner fremdenfeindlich beleidigt und anschließend geschlagen.
Anlässlich des bevorstehenden WM-Vorrundenspiels zwischen Deutschland und Ghana machten die beiden betrunkenen Männer im Alter von 42 und 43 Jahren im U-Bahnabteil der Linie U8 lautstark abfällige Bemerkungen über Afrikaner und beleidigten den ebenfalls im Waggon sitzenden 31-Jährigen wegen seiner Hautfarbe. Als der Mann den Zug gegen 20 Uhr 15 am U-Bahnhof Osloer Straße verlassen wollte und dabei einen der beiden „Pöbler“ anrempelte, schlugen die Täter mit Fäusten auf ihn ein. Nachdem die Schläger sich anschließend entfernen wollten, zerschlug der 31-Jährige eine Flasche, verfolgte und bedrohte sie. Alarmierte Polizeibeamte beruhigten kurz darauf die Situation und nahmen die 42- und 43-Jährigen fest. Nachdem bei ihnen eine Blutentnahme vorgenommen wurde, kamen sie wieder auf freien Fuß. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Gegen den 31-Jährigen, der sich (?) bei den Angriffen leicht verletzte, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung eingeleitet.

Mein Kommentar: 
Eigentor und Abpfiff für Deutschland!!!




Montag, 21. Juni 2010

The good-looking Black man - a wild, sauvage animal?

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No question: Usain Bolt is a very good looking man, his athletic body does speak of strength and stamina  - looking at him certainly a lot of women do waste the one or other longing thought.


One can surely also see this star-athlete as an icon of the Black Society itself, for he is a role-model for millions of young people in the Caribbean, the United States and maybe most of all in Africa. They all do want to believe that you can realy make it like Usain Bolt, leave behind the often sad everyday life and get successful, famous and rich - so much that even the (white) rest of the world is full of envy, longing for the same, but must stay behind.


Projections like this are part of the foundation on which many Black Stars have built their worldwide fame - because "only" with skill, ambition and an iron will a status like this can hardly be grapped and kept, this is at least very unlikely. It is therefore very understandable that some of these stars long to shine as bright as only possible, as long as the hype around them persists. To make advertising is one accepted, possible way today as well as the continuous availability for the international press.


So far, so good. But what can bring a best-looking, super-famous and highly-acclaimed man to sell himself for money - of which he undoubtedly has more than abundant by now - to being marketed around the world as a wild animal? Is this the roll-model that Usain Bolt wants to show the children and young people of this world?

The Black man, animal-like, steaming, with clothes that hang, torrn down, loose from his body - the image of the hot dance (and having sex) with Blacks is already clearly superimposed by the implication of an animal-copulation, violent sex without rules, maybe rape.

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The only word of this otherwise quite speechless current commercial, which is constantly repeated, is "animalistic" - the name of the new fragrance by the company Puma (that is put on the worldwide market just at the same time when the Worldcup is on in Africa) sounds somewhat alike. 
Do the company's executives in the upper floors not know that rape is one of the most terrible and numerous problems in Africa today? Hasn't this global player already made enough money with the Worldcup itself (as one of the sponsors, as they have originally just sold football-items to the world anyway)?




Black men can - just like White, Yellow or Red - be absolutly EVERYTHING: role models, celebrities, athletes, stars, presidents, teachers, fathers and lovers. Just the same as rapists and murderers, in Africa and elsewhere. That just is the nature of mankind, all over the world.

And that's why Black men - no matter what anyone says - can not be animal-like - not an "animal ", not animalistic.

Because they are human. 

And we humans - unlike animals - were given the reason (ratio) so that we do have the opportunity to make decisions and choices  - for us selves and for our lives, which are sometimes so big (important?) that they do have an impact on other people's lives.


Don't you know that, Brother Usain?



















FOTOS:
Usain Bolt,Leichtathletik-Star aus Jamaika 2007/Phil McEllhinney/Creative Commons Attribution ShareAlike 2.0/Wikimedia Commons
Usain Bolt, Leichtathletik-Star aus Jamaika/Eckhard Pecher/Creative Commons ShareAlike License 2.5/Wikimedia Commons
Video: YouTube/Puma
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Samstag, 19. Juni 2010

FOCUS AFRICA - nicht nur ein Blick auf die Fußball-WM (3)



Nelson Mandela ist weltweit nicht nur der Inbegriff des südafrikanischen Freiheitskampfs und die Ikone des post-rassistischen Staates am Kap - er verkörpert auch die Hoffnung, mit dieser ersten Fußball-WM auf afrikanischem Boden endlich ein positiveres Bild prägen zu können vom "Schwarzen" Kontinent und seiner mehr als eine Milliarde Menschen:

Nelson Mandela: World Cup 2010 Will Show Positive Side of Africa 
 by Lola Adesioye/Black Voices/Black Spin


Speaking to the AP, a group of some of the world's most world-changing statesmen known as "the Elders" and brought together by Nelson Mandela, expressed their excitement at the potential impact that the World Cup could have on the continent's image and global perception, suggesting that this was an opportunity for Africa to be seen in a positive light.
As anyone with a genuine understanding of and interest in Africa knows, there is so much more to the continent than the poverty, HIV/AIDs, spam e-mail and corruption stories that are reported most often in the Western media. For example, very rarely does the world get to hear about the technological advancements that are being made - many by African entrepreneurs and technologists - and the massive technological opportunities that are available in Africa. Google, which launched in Africa in 2008, has recognized this, saying at the time of launch that it was "laying the foundation for a looming market share battle on the continent."
How many know about the growth of Africa's fashion industry, which has seen African fashion start to play an important role in New York Fashion Week, leading to Africa Fashion Week being held in New York this July?
How many know about Nollywood, the Nigerian movie industry, which is now the third largest in the world? What about the growing youth-orientated music and entertainment industry, which is seeing some African musicians winning awards overseas?
There's also the "brain gain" that has been taking place in recent years as Africans who have left Africa to study or work abroad, as well as Africans who were raised in the Diaspora, have returned to their native lands. With the recession taking its toll in the West, many young Africans have gone back to Africa, taking with them ideas, perspectives and opportunities and using them to expand and develop Africa.

Nicht erst der tragische Tod seiner Urenkelin am Vorabend der WM-Eröffnung  hinderte Nelson Mandela daran, an der Eröffnungszeremonie teilzunehmen. Schon seit langem gilt der 91-Jährige als sehr schwach und krank, tritt nur noch selten in der Öffentlichkeit auf. Deshalb konnte auch von Anfang an nicht mit seinem Erscheinen vor Ort gerechnet werden - anders als es die Veranstalter und die FIFA - wahrscheinlich aus Werbegründen - immer wieder verlauten ließen.Dennoch weiß jeder in Südafrika, dass man dem großen, alten Mann nun auch die Ausrichtung des World-Cups verdankt:

 Die WM in Afrika : Undenkbar ohne Nelson Mandela
 süeddeutsche.de

...Dabei ist kaum ein Mann besser geeignet, am 11. Juni im Stadion «Soccer City» in Johannesburg die erste Fußball- WM auf afrikanischem Boden zu eröffnen, als der 91 Jahre alte Friedensnobelpreisträger. Schließlich hat Südafrika die WM vor allem ihm zu verdanken. Denn ohne den erfolgreichen Kämpfer gegen das rassistische Apartheid- System und großen Versöhner mit der weißen Minderheit wäre die WM wohl nicht so schnell nach Afrika gekommen. «Es werden seine Weltmeisterschaften sein», betont auch Blatter.
Aber Südafrikas Ikone der Freiheit ist gebrechlich und krank. Es gibt Berichte, denen zufolge er zuweilen auch in Gesellschaft wie abwesend wirke. Vor wenigen Wochen sah sich die Mandela-Stiftung gezwungen, angesichts vieler Gerüchte über den Gesundheitszustand des 91-Jährigen zu betonen, dass er wohlauf sei.
Zumindest konnte der als leidenschaftlicher Sportfan bekannte Mandela zumindest in seinem Haus in Johannesburg die WM-Trophäe willkommen heißen. Mandela sei «das Symbol des neuen, demokratischen Südafrika. Für uns war von klar, dass die Trophäe ... als erstes zu ihm gebracht werden musste», betonte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke. Mandela habe gemeint, er hoffe, Südafrika werden den Cup gewinnen.
Zuletzt hatte «Madiba», wie Mandela genannt wird, am 15. Mai 2004 mit Freudentränen in den Augen den Pokal in Händen gehalten - in Zürich bei der Vergabe der WM an die Kap-Republik.
Mandela tritt nur noch sehr selten in der Öffentlichkeit auf. Zuletzt nahm er am 11. Februar an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag seiner Befreiung aus dem Gefängnis teil. 27 Jahre hatte der Freiheitskämpfer in Haft verbracht, bevor er die Welt veränderte - und letztendlich die Spiele nach Südafrika bringen konnte....


 Die Welt blickt nach Südafrika
 Markus M. Haefliger, Durban/NNZ.online

...Unsicher ist die Teilnahme von Nelson Mandela. Nachdem es geheissen hatte, der bald 92-Jährige sei für eine Mitwirkung zu schwach, sicherte seine Enkelin am Dienstag einen kurzen Besuch Mandelas im Stadion zu. Das Eröffnungsspiel werde sich ihr Grossvater allerdings am Fernsehen anschauen. Am Donnerstag sagte ein Sprecher des Organisationskomitees dann, die Präsenz des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas werde von dessen Tagesform abhängig sein. Da allen Beteiligten, auch Mandela selber, klar sein dürfte, dass eine WM ganz ohne ihn nur eine halbe Sache ist, darf auf seine Teilnahme gewettet werden...

Rundfunk: Mandela wird zur WM-Eröffnung kommen 

South Africa: Mandela Will Be at Opener to World Cup

Nelson Mandela To Make Appearance At World Cup Opening Ceremony 

Nelson Mandela nimmt nicht an Eröffnungsfeier teil
 Tagesspiegel.de/dpa/

...Der 91-Jährige nehme sich den tragischen Unfalltod seiner Urenkelin Zenani sehr zu Herzen, sagte ein Sprecher der Stiftung. Das 13 Jahre alte Mädchen war am frühen Morgen bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Der Wagen, in dem sie unterwegs war, hatte sich auf dem Rückweg vom WM-Auftaktkonzert in Soweto überschlagen. Die Fahrerin wurde festgenommen, weil sie unter Alkoholeinfluss stand. Sie wird noch an diesem Freitag wegen fahrlässiger Tötung vor einem Untersuchungsrichter erscheinen....


Mandelas Urenkelin stirbt bei Autounfall

Nach Tod der Urenkelin: Mandela sagt Teilnahme an Eröffnungsfeier ab  

Mandela trauert um Urenkelin Zenani - Nachrichten Videos - Panorama - WELT ONLINE 

Beisetzung: Nelson Mandela trauert um Urenkelin  
 STERN.de/ Plus Video


Es sind Bilder, die den Fußball vergessen lassen: Am Donnerstag ist in Johannesburg Zenani Mandela, die Urenkelin des ehemaligen Präsidenten, beigesetzt worden. Das Mädchen war vergangene Woche, wenige Stunden vor Eröffnung der WM in Südafrika, bei einem Autounfall ums Leben gekommen.




Mandela Appears Frail At Great-Granddaughter’s Funeral 

 Nelson Mandela Attends Great-Granddaughter's Funeral


South Africa: Mandela Attends Great-Granddaughter's Funeral

NELSON MANDELA BEERDIGT URENKELIN TROTZ WM 2010 SÜDAFRIKA - Afrique du Sud: Nelson Mandela aux funérailles de son arrière-petite-fille 



 
Südafrika: Wie krank ist Mandela?
von Bartholomäus Grill/ZEIT.online


....In die Enttäuschung des Publikums mischte sich Verständnis und Angst um den alten Mann. In der Nacht zuvor war seine Urenkelin Zenani tödlich verunglückt, ausgerechnet auf der Heimfahrt von einem Popkonzert in Soweto, bei dem Shakira und andere Stars den Weltcup besungen hatten. Die Familie trauert, während das Land feiert. Doch viele fragen sich, wie viel der 92-jährige Mandela von der familiären Tragödie und der nationalen Euphorie noch wahrnimmt. Wie krank ist Mandela?
Bei den seltenen öffentlichen Auftritten an der Seite seiner Frau Graça Machel wirkte Mandela zuletzt sehr gebrechlich, manchmal auch abwesend. Interview-Anfragen werden kategorisch abgelehnt, selbst hohe Staatsgäste hat der Ex-Präsident nur noch in Ausnahmefällen empfangen. Madiba, wie ihn die Südafrikaner nach seinem Clannamen nennen, hat sich in sein Haus im Johannesburger Stadtteil Houghton in den Kreis seiner Familie zurückgezogen.
Manchmal zeigt er sich noch bei Empfängen seiner Nelson Mandela Foundation. Teilnehmer berichten, dass er oft mehrmals die gleiche Frage stelle – Anzeichen einer fortschreitenden Senilität. Auch diverse Krankheiten, eine Folge seiner 27 Jahre im Gefängnis, sollen Mandela immer stärker zusetzen. Weil aber die Bulletins über seinen wahren Gesundheitszustand gehütet werden wie Staatsgeheimnisse, kursieren wilde Gerüchte: Mandela, so spekulieren manche, lebe gar nicht mehr, doch sein Tod solle bis zum Ende der WM geheim bleiben, um die kollektive Partystimmung nicht zu verderben.
Die großen Tageszeitungen des Landes rechnen damit, dass Mandela das Jahresende nicht mehr erleben wird. Die Nachrufe sind bereits geschrieben. Im Umland seines Heimatdorfes Qunu sind sämtliche Unterkünfte durch Journalisten seit einem Jahr ausgebucht. Die Medien wollen ganz vorn dabei sein, wenn Mandela bestattet wird, wenn das Land und die Welt um eine ihrer ganz großen Heldenfiguren trauern. Aber in diesen Tagen hoffen alle Südafrikaner, ihren geliebten Madiba noch einmal zu erleben: wenn er, und kein anderer, den Cup an das beste Fußballteam der Welt überreicht.



Nelson Mandela: Der Diener des südafrikanischen Volkes | Politik | ZEIT ONLINE
von Wolfgang Drechsler/ZEIT.online



 ...Doch beinahe wäre alles ganz anders gekommen: De Klerk wollte Mandela eigentlich geheim nach Johannesburg fliegen und dort in die Freiheit entlassen. Doch der berühmteste Gefangene der Welt beharrte auf Kapstadt – seine Zwangsheimat für die letzten 10.000 Tage. Schließlich gab de Klerk nach: Der letzte weiße Staatschefs Südafrikas beharrte am Ende nur auf dem Datum, aber erlaubte Mandela den Gang aus den Gefängnismauern.
Es war schon lange nach 16 Uhr, als es schließlich so weit war: Hand in Hand mit seiner Frau Winnie, die unmittelbar zuvor aus Johannesburg eingeflogen war, schritt Nelson Mandela mit gereckter Faust durch das offene Tor des Victor-Verster-Gefängnisses in eine für ihn völlig neue Welt. Fast wäre die Lage bereits dort eskaliert: Während die Journalisten bei seinem Anblick nach vorne drängten, griff die Polizei nach den Gewehren. Doch dann sei etwas Außergewöhnliches geschehen, erinnert sich Carolus: "Ganz plötzlich fassten wir uns alle an den Händen – die Polizei, die Genossen, die Gefängniswärter. Und wir weinten, während Mandela auf uns zuschritt. Es war ein unglaublicher Moment."
Auf dem Rathausplatz in Kapstadt, wo Mandela seine erste Rede an die Nation halten sollte, war die Lage ebenfalls angespannt. Viele der inzwischen fast 100.000 Menschen waren schon am frühen Morgen auf die Grand Parade unterhalb des Tafelbergs gekommen, doch gab es hier weder Wasser noch Toiletten. Je länger Mandela auf sich warten ließ, desto gereizter wurde die Stimmung. Ein erster Versuch von Mandelas Entourage, mit seinem Mercedes zum Hinterausgang des Rathauses zu gelangen, schlug fehl. Dutzende Menschen umringten sein Fahrzeug, aber niemand erkannte ihn. Wie sollten sie auch? Das letzte Foto war fast 30 Jahre alt – und hatte wenig Ähnlichkeit mit dem Mann, der dort im Auto saß....
...Schließlich akzeptierten Carolus und das Mandela-Empfangskomitee die Hilfe der verhassten Polizei, um Mandela durch einen Hintereingang ins Rathaus zu schleusen. Als letztes Hindernis erwies sich nun ausgerechnet der US-Bürgerrechtler Jesse Jackson, der alles dransetzte, gemeinsam mit Mandela auf den Balkon des Rathauses zu treten. "Es war sehr schwierig, Jackson in die Schranken zu weisen, so versessen klebte er an Mandela", erinnert sich der Kapstädter Erzbischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu. Am Ende konnte der Amerikaner nur körperlich an seinem Vorhaben gehindert werden... 
...Mit den letzten Sonnenstrahlen trat Mandela schließlich vor die inzwischen geschrumpfte Menge – und bemerkte, dass er seine Brille im Gefängnis vergessen hatte. Zum Glück hatte Ehefrau Winnie eine ähnliche Brillenschärfe und reichte ihm ihre Gläser: "Freunde, Genossen, liebe Mitbürger, ich grüße euch in Namen von Frieden Demokratie und Freiheit. Ich stehe vor Euch nicht als Prophet, sondern als einfacher Diener des Volkes" waren seine ersten Worte an die Welt.
Sein Auftritt war würdevoll – und bereits damals zeigte er keinerlei Anzeichen von Verbitterung. Am Tag nach der Freilassung jubelte der bekannte burische Poet Breyten Breytenbach: "Sein Körper und Geist sind intakt und von Stolz und Liebe getränkt. Er wird siegen. Er wird versagen. Er wird leben – und er wird sterben. Aber Nelson Mandela hat eine Tür geöffnet." Gleichwohl wurde Mandela schnell mit der harten Realität des gespaltenen Landes konfrontiert. Hatten nicht wenige in ihm einen politischen Messias gesehen, der die tiefe Kluft zwischen den Rassen am Kap leicht überbrücken würde, so wurde nun deutlich, dass selbst Mandela die Probleme Südafrikas nicht mit Handauflegen heilen könnte. Oft wurde ihm frenetisch applaudiert, doch selten wirklich zugehört.
Der Rest ist längst Geschichte: Mandela führte seinen ANC nach einer vierjährigen Verhandlungsphase zu einem überwältigenden Wahlsieg und wurde erster schwarzer Präsident des früheren Rassenstaates. Nach nur vier Jahren trat er zurück und setzte auch damit ein Zeichen für Afrika, wo Staatschefs für gewöhnlich im Amt sterben. Vor allem sein unermüdliches Bemühen um die Aussöhnung der Menschen wird dem Freiheitskämpfer als sein größtes Verdienst angerechnet....
 ....Nach Mandelas Rückzug verblasste das Gefühl der Zusammengehörigkeit zunehmend. Sein Nachfolger Thabo Mbeki gab Mandelas Versöhnungspolitik frühzeitig auf und hat die Nation mit seiner Politik der Afrikanisierung neu gespalten. Und auch der neue Präsident Jacob Zuma glänzt eher durch immer neue sexuelle Eskapaden denn durch Führungsstärke. Nicht wenige drängen Mandela ob der Grabenkämpfe im ANC und dessen moralischen Zerfalls sein Schweigen zu brechen. Doch der Vater der Nation bleibt stumm. "Sie sollen ihn lassen", meint der angesehene Kommentator Barney Mthomboti. Mandela habe sein Werk verrichtet. "Es ist an der Zeit, dass Südafrika und seine Menschen sich an den 11. Februar vor 20 Jahren zurückerinnern und neue Kraft daraus schöpfen. Denn einen wie Mandela wird es nie wieder geben."

20 Jahre Freiheit für Nelson Mandela: Der Unbeugsame

20 Jahre Freiheit Nelson Mandelas: Der ewige Held

Mandela's light

Meeting Mandela 

Nelson Mandela - Der Kämpfer gegen die Rassentrennung in Südafrika

Video | Nelson Mandelas Magie ist ungebrochen

Interaktiv | Nelson Mandela und die Apartheid 

Nelson Mandela:Meine afrikanische Lieblingsmärchen 

ILLUSTRIERTES KINDERBUCH (mit Malbüchern) ÜBER NELSON MANDELA (frz) - Mandela, expliqué aux enfants dans un bel album solidaire


FOTOS: DANKE/THANK YOU!
Header: Nelson Mandela WM 2010/Chaouki Kamboua/Creative Commons Attribution ShareAlike License 3.0/Wikimedia Commons 
Mandela with Cup: Black Voices/Black Spin
Mandela trauert um seine Urenkelin Zenani: AFP/tagesspiegl.de
Beerdigung Urenkelin: stern.de
Wie krank ist Mandela?: News one/AP
Zelle auf Robben Island: Paul Mannix/Flickr/Creative Commons ShareAlike License 2.0/Wikimedia Commons


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Montag, 10. Mai 2010

THEMA: Südafrika erwartet die Fußball-Welt



Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zur Fußball-WM in Südafrika  - Zeit, einen ausführlichen Blick in Richtung "Kap der Guten Hoffnung" zu riskieren: 

Jenseits von Krieg und Krisen
 Von Hadija Haruna/der Tagesspiegel
"...Drei Monate, drei Reporter, 13 afrikanische Länder und geschätzte 10 000 Kilometer Wegstrecke in einem Jeep. Das Abenteuer des ZDF-Projekts, das die Zuschauer im „heute-journal“, den Kindernachrichten „logo“, im Mittags- und im Morgenmagazin und auf Facebook miterleben können, heißt „Afrika Unplugged“. Im März starteten die drei Reporter Steffi Kuhn, Torge Bode und Dara Hassanzadeh ihre Reise in Dakar, mit dem Ziel, Südafrika zum WM-Start im Juni zu erreichen.
„Wir alle wissen noch immer viel zu wenig über diesen Kontinent“, liest man auf der Homepage des Senders. Und es stimmt: Wo die spärlichen Medienberichte über den Kontinent in Deutschland hauptsächlich von Krieg und Krisen handeln und meist ein wenig differenziertes Bild von den insgesamt 53 Ländern vermitteln, beabsichtigt das Projekt, „ein ungefiltertes und unvoreingenommenes Afrika- Bild zu vermitteln“. Gerade mit Blick auf die zu erwartende Berichterstattung zur Fußball-WM ein interessantes und mutiges Projekt. Die Idee dazu hatte Hassanzadeh. Er ist für die Facebook-Seite verantwortlich, Kuhn für Schnitt und Kamera, und Bode, Korrespondent im Landesstudio Hessen, kümmert sich um aktuelle Berichte..."
Eine ARD-Doku-Reihe zum ' Afrika -Schwerpunkt anlässlich der Fußball ...

Fußball-WM in Südafrika: Hehre Gedanken und segensreiche Absichten
 Von Roland Zorn, Zürich / FAZ.NET
"...Schließlich, machte er sein Publikum im Auditorium des „Home of Fifa“ glauben, sei ihm die 2004 nach Südafrika vergebene WM schon das oberste Herzensanliegen gewesen, als er 1998 erstmals zum Präsidenten des Weltfußballverbandes gewählt wurde. „Damals, als man nicht nur den alten Fifa-Präsidenten João Havelange, sondern auch mich weghaben wollte.“ Der „weiße Afrikaner“ hat sich danach gegen alle Widerstände und Gegenspieler durchgesetzt und dabei so manchen Skandal mit ihm in der Hauptrolle überstehen müssen. Inzwischen ist er, der sich früher in alles einmischte, was rund um den Ball geschah, so weit, seinem jetzigen Generalsekretär die konkreten Details anzuvertrauen.Jérme Valcke, der coole Franzose an der Seite des impulsiven Schweizers, referierte auch am Freitag, wenn Blatter allzu wolkig zu werden drohte, die Faktenlage. Und die sieht laut Valcke kurz vor der Ouvertüre zu einem großen Fußballabenteuer so aus: Die örtlichen WM-Organisatoren werden neunzig Prozent aller WM-Tickets verkaufen können. Blatter sprach gar von 95 Prozent. Damit werden die fast hundert Prozent an Eintrittskarten, die in Deutschland vor vier Jahren abgesetzt wurden, zwar verfehlt, doch dieses Verkaufsergebnis kann sich nach einem zähen Anlauf des Ticketingprozesses sehen lassen..."
Grills WM-Countdown: F... wie Fifa  

Sicherheitsprobleme in Südafrika: Behörden empfehlen Nationalelf neues WM-Quartier

Oliver Bierhoff: "Ich verlange von keinem, dass er mit mir weitermacht"
 Von Michael Rosentritt / der Tagesspiegel
"Einen Monat vor Beginn der Fußball-WM stellt Oliver Bierhoff seine Weiterbeschäftigung als Manager des Nationalteams zur Debatte. "Ich verlange von keinem, dass er mit mir weitermacht. Diese Verpflichtung gibt es nicht", sagte Bierhoff dem Tagesspiegel.
Angesichts der geplatzten Vertragsverlängerung für das Team von Bundestrainer Joachim Löw warnte Bierhoff vor Auswirkungen auf die WM-Vorbereitung. Zwar meinte Bierhoff: "Ich mache mir um Jogi Löw keine Gedanken, wenn er kein Bundestrainer mehr ist. Da wird es schon noch was geben." Was allerdings das Team der Betreuer anginge, wäre eine größere Planungssicherheit wichtig. "Es wäre für den einen oder anderen besser, wenn er wüsste, wie es nach der WM weitergeht. Viele Verträge liegen jetzt einfach mal da", sagte Bierhoff in dem Interview, das am Dienstag in der Druckausgabe des Tagesspiegel erscheint...."

Joachim Löw nominiert 27 Spieler für sein vorläufiges Aufgebot 
Fußball-Nationalmannschaft: Löw nominiert Kuranyi nicht für die WM 2010
Bundestrainer Löw: Schalke-Stürmer Kuranyi nicht bei WM dabei 
Nationalmannschaft: Diese Spieler profitieren von Kuranyis WM-Aus 

Fußball-Nationalmannschaft: Simon Rolfes sagt Joachim Löw für die WM ab 
DFB-Kader für Südafrika: Simon Rolfes sagt WM ab 
Fußball-WM in Südafrika: Adler bleibt zu Hause
Fußball-WM: René Adler fährt nicht nach Südafrika
Butt fährt offenbar mit zur WM
Fußball-WM: Butt rückt für Adler nach


Südafrika zählt die Tage bis zur WM
Von Claus Stäcker, ARD-Hörfunkstudio Südafrika / Tagesschau.de

"50 Tage vor der Weltmeisterschaft macht sich in Südafrika langsam so etwas wie Fußball-Fieber breit. Auf den Straßen nimmt die Zahl der Flaggen zu, Fans lernen den offiziellen WM-Tanz und die Behörden geben sich alle Mühe, die letzten Zweifler mit allerlei Spektakel zu beruhigen.Um die Welt zu überzeugen, lässt es die südafrikanische Polizei gern mal krachen, zuletzt bei einer Übung am Nelson-Mandela-Bay-Stadium in Port Elizabeth. Die Übung heißt "Crowd Control": Als Hooligans verkleidete Polizeischüler versuchen, gewaltsam ins Stadion zu kommen, ihre Kollegen halten sie erst freundlich, dann mit Schilden, Knüppeln, Wasserwerfern und schließlich lautstark explodierenden Tränengasgranaten ab. Sicherheit, so die Botschaft, ist 50 Tage vor dem WM-Anpfiff kein Thema mehr.Organisatorische Probleme hier und da stellen das Gesamtprojekt schon lange nicht mehr in Frage. Sogar höchst amtlich wurde das den Südafrikanern kürzlich beschieden, vom deutschen Außenminister: Wie für Deutschland werde die WM "ein großes Fest, ein großer Impuls auch für die Entwicklung" sein, sagte Guido Westerwelle..."
Nervtötend, aber Kult: Südafrikas Vuvuzelas
Streit um Fanmeilen in Südafrika
Südafrika vor der WM: Spielverderber am Kap  
Gratistickets für die Bauarbeiter bei der WM 2010 SÜDAFRIKA - Mondial 2010: 54.000 tickets gratuits pour les ouvriers en Afrique du Sud
Anstehen für die WM-Tickets
WM-Ticketverkauf über den Ladentisch

"Wir wollen volle Stadien in Südafrika"
Autor: Arnulf Boettcher/ Deutsche Welle.de
"..."Ich bin zufrieden über die Entwicklung, die in den letzten Jahren dort statt gefunden haben. Es ist auch keine Überraschung, dass man natürlich noch alle Hände voll zu tun hat, um das ein oder andere abzuschließen, etwa die temporären Maßnahmen in den Stadien, die im Übrigen fertig gestellt sind. Auch der Ticketverkauf beschäftigt uns, weil wir noch nicht ausverkauft sind. Es muss aber das Ziel bleiben, volle Stadien zu präsentieren. Und im Sicherheitsbereich sehe ich, dass die Vorbereitungen qualitativ wie quantitativ inzwischen einen Status erreicht haben, wo man sagen kann, es ist alles Menschenmögliche getan, um für WM-Besucher den wirklich notwendigen Sicherheitsstandard herzustellen."
Wo liegt das Problem bei der Ticketnachfrage?
"Es gibt mehrere Momente, die man sehen muss. Zum einen hat die Wirtschaftskrise viele davon abgehalten, die doch nicht ganz billige Reise aus Europa oder den anderen Kontinenten nach Südafrika anzutreten. Das betrifft auch eingefleischte Fußballfans, denn wir wissen ja, dass viele Fans im wirtschaftlichen Bereich nur limitierte Möglichkeiten haben. Die Diskussion um die Sicherheit wird sicherlich auch einen Beitrag geleistet haben, um den einen oder anderen, der vielleicht schwankend war, davon abzuhalten. Das Preisniveau der Tickets hat mehr für den nationalen lokalen Markt eine Rolle gespielt. Solche Preise ist man dort nicht gewohnt, um es ganz einfach zu sagen. Man darf auch nicht übersehen, dass wir einige Spielorte haben, die eben peripher gelegen sind wie zum Beispiel Nelspruit und Polokwane im Norden des Landes, wo man eben auch nicht so einfach hinkommt. Aber wir bleiben dabei. Unser Ziel ist es, die Stadien zu füllen und zwar mit verkauften Karten."..."
As Tensions Explode in South Africa, Free Visas for World Cup Guests  
Neuer Nahverkehr zur Südafrika-WM: Taxifahrer proben den Aufstand  

DFL kooperiert mit Südafrikas Liga

Kommentar: Südafrika zu Gast in Südafrika
Kommentar von Lars Spannagel / der Tagesspiegel
"Es sollte alles so werden wie 2006, als Deutschland die perfekte WM ausrichtete. Der Weltverband Fifa war zuversichtlich: Fußballfans aus aller Welt würden lange im Voraus alle Hotelzimmer in Südafrika buchen und die Stadien ausverkaufen. Erst jetzt, knapp zwei Monate vor dem Eröffnungsspiel, gestehen sich die WM-Organisatoren ein: Die Welt wird nicht zu Gast in Südafrika sein.
Zu teuer die Flüge, zu kalt der Winter am Kap, zu strapaziös die Reisen von Spielort zu Spielort, zu ungewiss die Sicherheitslage: Nur wenige Fans wollen ihren Nationalteams nach Südafrika folgen. Das Endspiel ist ausverkauft – aber sonst? Eine halbe Million Karten wartet noch auf Abnehmer. Und wenn es selbst für das Eröffnungsspiel zwischen den Gastgebern und Mexiko noch Tickets gibt, wie leer müssen die Stadien dann erst bei Partien wie Südkorea - Griechenland oder Algerien - Slowenien sein? Solche WM-Geisterspiele, bei denen nur das klägliche Tröten einiger Vuvuzelas zu hören ist, sind der Albtraum der Veranstalter..."

Afrika -Cup: Sperre gegen Togo vor der Aufhebung
Fifa-Chef Blatter vermittelt im Fall Togo 
Puma: "Die Teams aus Afrika lohnen sich" 



Shakira: "Waka Waka" für Afrika
WM-Hymne von Shakira überzeugt Südafrikaner nicht

WM-Song in Südafrika kein Hit
 Bild.de/Sport-Telegramm
"Die von Shakira und der populären südafrikanischen Band Freshly Ground gemeinsam gesungene offizielle WM-Hymne „Waka Waka“ („Time for Africa“) ist bei den Menschen im Gastgeberland durchgefallen. Der Song war am Wochenende im Radio zu hören, das Medienecho fiel anschließend vernichtend aus. Vor allem der aus Kolumbien stammende Latino-Superstar Shakira hat bei den südafrikanischen Fußballfans offenbar nicht den richtigen Ton getroffen. Die Hymne ist von Musik aus Kamerun inspiriert. Viele Südafrikaner seien nicht davon überzeugt, dass die Kolumbianerin die richtige Person, die erste Fußball-WM in Afrika zu repräsentieren, schreibt die Cape Times. "  

Omas vor, noch ein Tor!
Grills WM-Countdown: Maradona ist weiblich, 63 Jahre und spielt beim FC Oma
Surf für Straßenkinder in SÜDAFRIKA - Surf pour les enfants des rues à Durban
Afrika im Fußballfieber
Freitag ist Fußball-Tag in Südafrika  


WM in Südafrika: Grund zur Vorfreude oder zur Sorge?
Fußball-WM: Wie gefährlich ist Südafrika? 
Rassistenattentate gegen schwarze Townships in Südafrika verhindert - Afrique du Sud: la police déjoue un projet d'attentats contre des townships noirs
Südafrika: Rassisten wollen WM sabotieren
WM-Land Südafrika: Unruhe auf rechts außen
Service | Sichere WM in Afrika? Diskutieren Sie mit!

"Einfach nicht in die Townships gehen"
   von Christian Nürnberger/ZDF.de
"...An manchen Ecken in südafrikanischen Großstädten stehen Schilder, die mit der Aufschrift "Crime Point" davor warnen, dass es hier in der näheren Umgebung bald ungemütlich werden könnte. Roland Zorn, bei der FAZ für die WM-Berichterstattung verantwortlich, hat solche Schilder bei seinen Südafrika-Aufenthalten entdeckt. Schmunzelnd erzählt er davon bei der Podiumsdiskussion im ZDF. Seine Zuhörer - fast alles Journalisten aus dem Rhein-Main-Gebiet - schmunzeln mit.Mit Schildern dieser Art bekommt Südafrika seine Sicherheitsprobleme gewiss nicht in den Griff - denn: Es kommt sowieso anders als man denkt. Der versierte Straßengangster ist bestimmt auf keine "Crime Points" angewiesen, um seine Opfer zu finden. Oder anders - mit den Worten des Fußballtrainers Otto Pfister - gesagt: "Wenn du nachts an einem großen deutschen Bahnhof mit deiner Geldbörse wedelst, bist du sie genauso schnell los wie in Afrika."Sicher ist man nirgendwo. Aber ist man in Südafrika zur Fußball-WM noch unsicherer als andernorts? Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion reiben sich an diesen Thema, welches Uli Hoeneß vor einigen Wochen mit seiner Äußerung, die WM hätte nie nach Südafrika vergeben werden sollen, zusätzlich befeuert hatte...."  
We've lost our pride - Tutu
Tutu: South Africa is failing
Südafrika wartet weiter

Gautrain, Hochgeschwindigkeitsbahn in Südafrika für die WM 2010 - premier train rapide d'Afrique en service à Johannesburg
Bei Pretoria: Tote bei Zugunglück in Südafrika
Südafrika: Luxuszug entgleist: Zwei Tote, viele Verletzte  

Land mit Stolz und Würde - Nachrichten welt_print - Reise - WELT ONLINE

WM 2010: Afrika zwischen Triumph und Tragödie
 STERN.de

"Während der vergangenen sieben Jahre hat der Fotograf Michael Poliza einige Zeit in Südafrika gelebt. Das gegensätzliche Land gefiel dem Hamburger, die Publikationen, die es bislang gibt, hingegen nicht. Zu viele Klischees! Sein Buch über das Land am Kap sollte anders werden - und sich zudem von seinen bisherigen Arbeiten unterscheiden. Bislang beschäftigte Poliza sich hauptsächlich mit Tieren und Landschaften. "Jetzt wollte ich einen Schritt zur Seite gehen", sagt er. "Ich wollte mehr von dem Land zeigen, seiner Bevölkerung und der Kultur." In dieser Luftaufnahme zeigt Poliza einen Strandtag an der Mündung des Flusses Onrus, westlich der Stadt Hermanus..."

Durban, Johannesburg oder Kapstadt: Wer ist die Schönste im Land?
Cape Town a showcase city
10 Things to do in South Africa – if you don't like football
Malcolm McLarens Soweto
South African special

Südafrika – Wikipedia 
Foto:Man blowing a vuvuzela in Cape Town/ Flowcomm/ Creative Commons attribution ShareAlike 2.0 /Wikimedia Commons

Voodoo-Altar in Benin

Voodoo-Altar in Benin
Foto: Voodoo-Altar 08/D. Schwarz/Creat. Comm. Lic. 3.0/Wikimedia C.

Nubische Pharaonen

Nubische Pharaonen
Foto: Wufei 07/Public Domain/Wikimedia Commons

Gegenwartskunst aus Afrika

Gegenwartskunst aus Afrika
Nostra Immagine / Twice 25 & Rinina 25 / GNU-Fr. Doc. Lic.1.2 / Wiki. Com.

Ein kleines Souvenir vielleicht?!

Afrikas Musik