![]() |
| Familie in Not: Retten konnten sie nur ihr Leben - Berlin - Tagesspiegel |
Spenden und Hilfsangebote an:
steffiburck@yahoo.com
oder 01705944561.
![]() |
| Familie in Not: Retten konnten sie nur ihr Leben - Berlin - Tagesspiegel |
Foto: Kenenisa Bekele / Faivre-Duboz / Creative Commons Attribution ShareAlike 2.0 License / Wikimedia Commons
Foto:Caster Semenya WM 2009/Michel Langeveld/GNU-Lizenz für Freie Dokumentation Version 1.2/Free Software Foundation/Wikimedia Commons"Nach dem Sieg der Südafrikanerin Caster Semenya (18) bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin über 800 Meter ist ein angeordneter Geschlechtstest der Läuferin in ihrer Heimat mit Empörung aufgenommen worden. "Das klingt nach schlimmstem Rassismus; es repräsentiert eine Mentalität, die konform mit einem weiblichen Schönheitsideal der weißen Rasse geht, meinte die Nachwuchsorganisation der an der Kap-Regierung beteiligten Kommunistischen Partei (SACP) am Donnerstag in einer Reaktion."- so beschreibt "Stern online" treffend die Reaktion in Afrika auf die Anordnung eines Geschlechtstest bei der gestrigen Goldmedaillen-Gewinnerin über 800 m Caster Semenya. Weiter heißt es in dem Bericht:
"Es zeigt, dass diese imperialistischen Länder es sich nicht erlauben können, das Talent, das Afrika als Kontinent hat, zu akzeptieren." Selbst der Gewerkschafts-Dachverband (COSATU) schaltete sich ein und kritisierte den Test. In einer Erklärung der COSATU heißt es wörtlich: "COSATU weist empört Versuche von jenen zurück, die versucht haben, ihren Erfolg durch vorgeschobene und grundlose Untersuchungen ihres Geschlecht zu untergraben."Empörung über Geschlechtstest: "Das klingt nach - Flash Player Installation
"Vor zwei Monaten war sie noch völlig unbekannt und dann solche Zeiten", sagte Geschäftsführer Weiss. Zuerst wurde Semenya auf Dopingmittel getestet, als diese negativ ausfielen, ordnete der Weltverband eine Geschlechts-Prüfung an. Dieser Vorgang läuft nach Auskunft von IAAF-Sprecher Nick Davis seit einiger Zeit, Semenya sei sowohl in Südafrika wie auch in Berlin untersucht worden. Weiss referierte, dass es Tage oder Wochen dauern könne, bis ein Ergebnis vorliege. "Sollte sich aber herausstellen, dass Semenya keine Frau ist, wird sie von der Siegerliste gestrichen."Athlet des Tages (5) - Zu schnell für eine Frau? - Leichtathletik-WM 2009 Berlin - sueddeutsche.de
"Nach der ersten Aufregung zeigen sich im Fall Semenya die beiden eigentlichen Skandale: Die IAAF hätte ihre fast noch minderjährige Athletin nie dem Druck der Öffentlichkeit aussetzen dürfen, indem sie den Geschlechtstest durchsickern ließ. Und die südafrikanischen Funktionäre hätten auf den Fall vorbereitet sein müssen.(...)Der brutale Angriff auf die Seele einer jungen Frau ist etwas untergegangen, obwohl er doch so schwerwiegend war. Denn dafür spielt es keine Rolle, wie ihr leichtathletisches Wunder zustande gekommen ist: ob sie gar gedopt wurde oder ob sie tatsächlich keine Frau ist."Caster Semenya - ein Goldmädchen?
"Die Zeitung «Sowetan» ließ Noko Matlou zu Wort kommen, die Stürmerin des Frauen-Nationalteams Bayana Bayana. Sie hatte 2007 bei einem Länderspiel gegen Ghana ähnlich erniedrigende Erfahrungen machen müssen und riet Semenya: «Ich weiß aus eigener Anschauung, was sie durchmacht; sie weiß, wer sie ist, und obwohl es schwierig ist, muss sie die Ignoranz einfach nicht beachten und weiter machen.» (Ralf E. Krüger, dpa)"Aktualisierung am 22. August 2009:
NETZEITUNG | SPORT- Leichtathletik WM 2009, Neben der Spur: «Warum hat man mich hierher gebracht?»
Foto: Briefmarke zur Leichtathletik-WM/Deutsche Post AG/Stephan Klein und Olaf Neumann/Public Domain/Wikimedia Commons"Der marokkanische Hindernisläufer Jamal Chatbi hat für den ersten Dopingfall der WM gesorgt. Bei einer Trainingskontrolle wurde er positiv getestet. (...) Der 25-Jährige hatte sich als Elfter in den Vorläufen für das Finale über 3000 Meter Hindernis am Dienstagabend qualifiziert. Die Nachricht, dass Chatbi am Samstag bei derTrainingskontrolle positiv getestet wurde, kam unmittelbar vor dem Endkampf.- schreibt "Der Tagesspiegel"
"Doch es sind nicht nur infrastrukturelle Probleme im Antidopingkampf in der Leichtathletik, meint auch Fritz Sörgel. Bei der WM in Berlin «könnten alle Athleten unter absolut identischen Bedingungen getestet werden. Zudem gibt es keine Transportkosten – es ist ein Unding, dass dies nicht genutzt wird. Das Geldargument zieht nicht», kritisiert der Leiter des Heroldsberger Instituts für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung. Es fehlt wohl auch der Wille zur bedingungslosen Aufklärung.NETZEITUNG | SPORT- Leichtathletik WM 2009: Zweifelhafter Sieger, abstoßendes Dauerproblem
(Sehnsucht nach Stars)Einen möglichen Grund hierfür brachte Eike Emrich, Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes DLV ins Spiel: «Sicherlich ist es auch der Wunsch, ab und zu Stars mit schier unmenschlichen Leistungen zu haben.» Ziemlich klare Worte für einen hochrangigen Funktionär, die, sollten sie der Wahrheit entsprechen, eine Bankrotterklärung für den Sport wären."
"Gedopt waren die Olympioniken der "glücklichen Spiele" von Los Angeles dennoch. Wie das Westküstenblatt Orange County Register Anfang August dieses Jahres berichtete, fielen bei internen Dopingtests des Olympischen Komitees der USA (USOC) im Vorfeld der Spiele mindestens 34 Leichtathleten als positiv auf. In ihren Urinproben fanden sich Spuren von Steroiden. Gegen keinen dieser Athleten wurden Verfahren eröffnet, keine einzige Sperre wurde verhängt. Die Sportler wurden vielmehr darauf hingewiesen, dass fortgesetztes Doping zu positiven Tests bei den US Trials (den Qualifikationswettkämpfen für Olympia) und den Olympischen Spielen selbst führen könnte. Um das zu verhindern, schickten Trainer und Sportler ihre Urinproben in das frisch eröffnete Kontrolllabor in Los Angeles. Sie wollten herausfinden, welche Mittel in welcher Dosierung wann abgebaut sein würden.""Stern online" hält auch so manchen in diesen Tagen hochgefeierten Sieg auf der blauen Aschenbahn des Olympiastadions für zumindest fragwürdig. Autor Mathias Schneider schreibt unter dem Titel "Sprinter unter Generalverdacht":
"Zu viele der ehemaligen Spitzensprinter entpuppten sich nach bravourösen Läufen als Betrüger. Sie heißen Ben Johnson, Justin Gatlin oder Linford Christie. Alle gewannen sie olympisches Gold. Keiner von ihnen hat eine dopingfreie Vita. Und auch Maurice Greene, der beste Sprinter der 90er Jahre, steht ebenfalls im Verdacht, exzessiv gedopt zu haben. Nachgewiesen wurde ihm dies allerdings nie, wenn auch die Indizien zahlreich sind. So viele Fälle wurden rückwirkend aufgedeckt, dass schnell zu laufen irgendwann zwangsläufig mit virtuosem Betrug einher zu gehen schien."Und er kommt auch auf die "Mittelchen" zu sprechen, denen angeblich solch außergewöhnliche Leistungen zu verdanken sind:
"Die Yam-Wurzel ist bislang nicht aufgefallen als eines der führenden Dopingmittel in der Welt der Leichtathletik. Dabei hat sie sich auf Jamaika längst als eine Art Designer-Droge für Sprinter etabliert, glaubt man einem der prominentesten Bewohner der Insel. Das Gewächs, das aussieht wie eine Riesenkartoffel, beschleunigt seinen Konsumenten angeblich auf atemberaubende Weise. Es wird vor allem im District Trelawny angebaut, der Heimat des schnellsten Mannes der Welt. Für Wellesley Bolt, Vater des Sprintheroen Usain Bolt, ist der Fall damit klar: "Es sind die Yams, die meinen Sohn so schnell machen." Die Yams also, ein Erzeugnis der heimischen Landwirtschaft. Man möchte die Geschichte vom Sohn, den die Natur beschleunigt, gern glauben."Ja, aber es sind nicht nur solch phantastische Rekorde (Dank Yams?!) zu verzeichnen bei der WM, es sind auch noch jede Menge anderer ganz unglaublicher Theorien im Umlauf. Darüber nämlich, wie es denn nur möglich sein kann und wie die Schwarzen das denn schaffen mit diesen Siegen... Manchmal kommen die Vermutungen sogar wissenschaftlich daher (was sie aber nicht unbedingt glaubhafter machen!):
"Seit Jahren laufen kenianische Langstreckenläufer der Weltspitze davon. Forscher der Universität Bayreuth haben nun herausgefunden, dass dies an ihrer besonders ökonomischen Muskulatur liegt. Bislang waren Sportwissenschaftler von anderen Ursachen ausgegangen. „Die Fachwelt war sich sicher: Ein größeres Herz, höheres Blutvolumen und besserer Sauerstofftransport in die Muskulatur ermöglichen den kenianischen Läufern diese außergewöhnlichen Leistungen“, berichtet das Team um Nicole Prommer."Das Geheimnis der schnellen Kenianer
"Dass sie überhaupt gelaufen ist, dass sie überhaupt läuft, das ist das Glück ihres Lebens. Drittes Kind einer jungen, alleinerziehenden Mutter, wuchs Shelly-Ann Fraser in einer bescheidenen Holzhütte in Waterhouse im St. Andrew Parish nördlich von Kingston auf. Bei ihren ersten Schulmeisterschaften rannte sie barfuß. Nach dem Umzug in eine Armensiedlung in der Hauptstadt ging es ihr nicht besser. Ihre Mutter, eine ehemalige Sportlerin, hielt sich und ihre Kinder mit dem Verkauf von Imbiss und Knabberzeug über Wasser, und oft genug musste sie vor der korrupten Polizei davonrennen. Heute lacht sie darüber und ist stolz auf das Talent, das sie ihrer Tochter mitgegeben hat. Sie hielt das Mädchen zu Lauf und Training an, doch den Sprung an ein amerikanisches College schaffte die kleine Shelly-Ann nicht. Stattdessen nahm Stephen Francis sie in sein MVP-Team um Asafa Powell auf. „Er ist der wichtigste Mensch in meinem Leben“, sagt sie (siehe: Jamaikas Sprinter: Widerstand und Gehorsam).Shelly-Ann Fraser: Aus der Armensiedlung aufs oberste Treppchen - Laufen - Sport - FAZ.NET
"Auch die erst 19 Jahre alte Olympiasiegerin Pamela Jelimo hat am Montag das Leiden an unerfüllten Hoffnungen ertragen müssen. Innerhalb eines Jahres war sie von einer eher mittelmäßigen Sprinterin zur besten Läuferin über 800 Meter aufgestiegen. Sie gewann in Peking als erste Kenianerin eine Goldmedaille. Zwei Monate später knackte sie auch den Jackpot der Golden League über eine Million Dollar und lief sich in die Herzen ihrer Landsleute. Aber in Berlin gab die beliebteste Sportlerin Kenias nach 600 Metern im Vorlauf auf und saß zusammengekauert neben der Bahn. Aber solche Tiefpunkte für Titelkandidaten wie Jelena Isinbajewa und Pamela Jelimo gehören nun einmal ganz selbstverständlich zum Sport, auch wenn Karrieren und Image mittlerweile wie selbstverständlich am Reißbrett geplant und gesteuert werden. Dabei zeigen gerade diese schmerzhaften Niederlagen, dass Triumphe auch für die Besten trotz aller akribischen Planung eben alles andere als selbstverständlich sind, sie adeln vielmehr die Ausdauerleistungen auf dem Siegertreppchen."WM-Kommentar: Mal bitter, mal süß - Der Kommentar - Sport - FAZ.NET
Foto:2-facher Goldmedaillen-Gewinner Tyson Gay 2007 in Osaka/Leichtathletik-Weltmeisterschaft/Eckhard Pecher/Creative Commons License 2.5/Wikimedia Commons"Wenn Bolt und Gay an diesem Sonntag im Finale stehen, wäre das ein nachgeholtes Wettrennen der Olympischen Spiele. Dort hatte sich der Amerikaner überraschend im Halbfinale verabschiedet, er habe vorher zu wenig Wettkampfpraxis gesammelt, hat er erklärt. Überhaupt lieferten sie sich bisher meist ein Fernduell. Erst einmal sind sie die 100 Meter gegeneinander gelaufen, im vergangenen Jahr in New York, Bolt gewann und stellte einen Weltrekord mit 9,72 Sekunden auf, Gay brauchte 9,85 Sekunden. Die ganze Spannung ist also aufgehoben für Berlin. In den Zwischenläufen gab sich keiner der beiden eine Blöße. Bolt joggte grinsend in 10,03 Sekunden ins Halbfinale, Gay sprintete mühelos zu 9,98 Sekunden."Usain Bolt: Der Clown hat Pause - Laufen - Sport - FAZ.NET
Claus Dieterle vom "FAZ-net" konnte in der letzten Woche kurz mit dem Jamaikaner sprechen:
"Bolt, der sich auf der Laufbahn gern als Schelm gebärdet, wirkt angespannt, und seine Antworten fallen spartanisch aus. Der Clown hat Pause, und nur einmal lacht er – bei der Frage nach dem besten Sprinter der Welt. „Da kann ich immer wieder nur sagen: ich.“ Aber er wird gleich wieder ernst, als es um seine Gegner in Berlin geht. Er nehme jeden Konkurrenten ernst, sagt er, aber diesen Tyson Gay eben noch ein bisschen ernster. Dem Amerikaner, der in diesem Jahr mit 9,77 Sekunden bislang die Bestzeit hält, bescheinigt Bolt „ganz schöne Fortschritte in diesem Jahr. Ja, Tyson ist mein ärgster Konkurrent“."
"Am Sonntagabend kommt es zum großen Duell. Gay ist der Titelverteidiger. Aber einer, der aus der Norm fällt. Die meisten Topsprinter produzieren sich im Rampenlicht wie Gorillamännchen bei der gruppeninternen Machtdemonstration.Der schnelle Langweiler
Die Langweiler-Nummer könnte natürlich ebenfalls eine inszenierte Rolle von Tyson Gay aus Lexington, Kentucky sein. Mal was Neues. Es spricht nur wenig dafür. Gay, dafür spricht viel mehr, ist einfach ein eher bescheidener Typ. So dopingverdächtig wie seine Konkurrenten, aber nicht so affig. Ein Journalist hatte vor ein paar Wochen in Rom beim Golden-League-Meeting beobachtet, dass Gay im Bus ungefragt und höflich einer Frau seinen Platz anbot. Und als er im Mai in New York eine Pressekonferenz geben sollte, blieb er im Hotel an einem Wachmann hängen, der ihn erst mal fragte, wer er denn überhaupt sei. Gay klärte ihn höflich auf.
Der 27-Jährige redet öffentlich auch nicht schlecht über den Weltrekordler Bolt. „Klar stehe ich seinem Schatten“, sagte er in einem Interview. Aber einer wie Bolt sorgt für Aufmerksamkeit, das steigert auch den Marktwert von Tyson Gay, und das weiß der US-Star durchaus zu schätzen. Er lebt inzwischen in Florida, aber manchmal erwähnt er, dass er „ein Landei aus Lexington“ sei. Aber ein Landei, das auch einen Uni-Abschluss in Marketing hat."
Foto:Jesse Owens (Mitte)/Olympische Spiele 1936 in Berlin/Siegerehrung im Weitsprung/Commons Bundesarchiv/Wikimedia Commons"Zur Weltmeisterschaft kehrt Jesse Owens nach Berlin zurück. Die Weltmeisterschaftsausscheidung der amerikanischen Leichtathleten in Eugene in Oregon vor kurzem begann damit, dass auf der Anzeigentafel ein Dokumentarfilm über ihn gezeigt wurde. Von da an war er ständig präsent bei den Trials. „Rückkehr nach Berlin“ hat der amerikanische Leichtathletikverband USATF zum Motto der Saison erkoren."Leichtathletik-WM in Berlin: Hommage an Jesse Owens - Berlin, Berlin - Sport - FAZ.NET
"Als Marlene Dortch, eine Rechtsanwältin im Staatsdienst, zu Hause in Fort Washington erzählte, dass sie und ihr Mann in diesen Tagen nach Berlin fliegen würden, musste sie verraten, warum: Sie wird eine Siegerehrung bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften vornehmen. Sie ist eine Enkelin von Jesse Owens. „Die Nachbarin war total aufgeregt, als sie das erfuhr“, erzählt Marlene Dortch, eine Tochter von Jesse Owens’ erster Tochter Gloria. Bis heute, mehr als ein Vierteljahrhundert nach seinem Tod, wird sie immer noch überrascht vom Ruhm ihres Großvaters. „Ich wusste, dass er berühmt war. Aber ich wusste nicht, dass er eine solche Ikone ist. Für uns Kinder war er vor allem Opa.“Olympiastadion Berlin: Das Stadion des Jesse Owens - Leichtathletik-WM - Sport - FAZ.NET
"Es ist ihr erster Besuch in Berlin. Sie will nicht nur Spuren von ihrem Großvater finden, sondern auch eine besondere Verbindung pflegen, die mit der Familie des Weitspringers Luz Long. Gemeinsam mit dessen Sohn Kai Long wird Dortch den Siegern im Weitsprungwettbewerb der WM die Medaillen umhängen.Die Enkelin von Jesse Owens kommt zur Leichtathletik-WM
Angefangen hat diese Verbindung mit einem Hinweis zum Anlauf. Jesse Owens hatte sich mit seinen ersten beiden Versuchen im Weitsprungwettbewerb von 1936 nicht für das Finale qualifizieren können, sie waren beide ungültig. Luz Long riet ihm, seinen Anlauf zu verlängern. Owens hielt sich daran, und gewann vor Long die Goldmedaille. Darauf sollen sich die beiden angefreundet haben, einige Bilder aus diesen Tagen zeigen die beiden zusammen."
"Der Gebrauch der Anlage, ihre regelmäßige Belebung durch Bundesligafußball mit seinen Multikulti-Ensembles, durch Riesenkonzerte und nicht zuletzt die bevorstehenden neun Tage der Leichtathletik-Weltmeisterschaften machen die Vergangenheit dieser Anlage gewiss nicht vergessen. Doch sie lassen sie, mit neuem Klang und bunten Farben, verblassen."Aufmerksam macht er die Leser nicht nur auf die Jesse Owens gewidmete Ausstellung, sondern auch auf die Probleme, die es bis zu deren Eröffnung gab. Und der Autor zeigt noch einmal unmißverständlich auf, warum es so wichtig ist - auch und vor allem für uns Deutsche - sich an die Geschichte von Jesse Owens zu erinnern:
"Für eine richtige Eröffnung fehlten Geld und Zeit: Die Ausstellung über Jesse Owens im „Haus des Sports”.Umso wichtiger, dass sich auch Deutsche an Jesse Owens erinnern. Kurzfristig und ohne Unterstützung aus dem Kulturfonds der Bundesregierung hat das Berliner Sportmuseum eine kleine Ausstellung über Owens in den Lichthof des historischen „Hauses des Sports“ hinter dem Olympiastadion gestellt. Nicht einmal für eine richtige Eröffnung reichten Zeit und Budget. Dafür dürften die Exponate, die Owens im Sprung, im Lauf und im Gespräch zeigen, außer dass sie reichlich amerikanische Leichtathleten anziehen werden, die Organisatoren der WM auf ihrem Weg in ihre Büros in dem Gebäude stets an etwas erinnern, das sie vergessen hatten: Sport hat, zumal in Berlin, eine Geschichte. Eines ihrer Gesichter ist, zum Glück, Jesse Owens."